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Ritas Rudel Reiern

"Angriff der Lederhosenzombies" ist genauso bescheuert wie er klingt und das ist gut so. Mit Ösi-Bonus reicht es sogar für eine der besseren Zombiekomödien der letzten Jahre. Und diese Gattung war in letzter Zeit alles andere als ausgestorben. Man wünscht sich von ganzem Genreherzen mehr solcher Produktionen aus deutschsprachigen Ländern. Von "Stung" bis "Blutgletscher" meint man aber einen Aufwind erkennen zu können. Ich hoffe die Macher erwirtschaften immerhin etwas Plus. Es gibt doch eigentlich genug Typen wie uns. Zurück zu den Zombies in ledrigen Hosen: Skihütte, Zombieepidemie, Überlebenskampf von ein paar Snowboard-Kids. Ihr wisst was euch erwartet.

Blasen werfende Zombies inmitten von saufenden Apres Ski-Schwachmaten. Hat man auch noch nicht oft gesehen. Klingt gut. Ist gut. Kurz, knackig, blutig. Sehr blutig. Wenn die untoten Feierbiester im späteren Verlauf der Nacht zerschreddert oder per Ski einen Kopf kleiner gemacht werden, dann kann man vor den saftigen Effekten nur den Hut ziehen. Das sieht fantastisch aus. Praktische Effekte und CGI gehen hier Hand in Hand. Thats The Way I like it! Eine angeteaste Fortsetzung brauche ich zwar nicht, in Jubelstürme breche ich nicht aus, dafür hat man solche Massaker schon zu oft gesehen, wenn auch nicht auf Eis gelegt, mein Hirn schön aufgelockert hat das matschige Ding trotzdem. Wären die Protagonisten doch nur etwas sympathischer und erinnerungswürdiger, dann würde sich die Wirkung vervielfachen. So weiß man eine Minute nach dem Abspann keinen Namen mehr und sie sind einem schnell egal.

Fazit: keine Mordsgaudi, kein "Dead Snow", durch das in diesem Genre frische Setting und seiner lockeren Herangehensweise reicht dieser Apres Ski-Zombie-Kalauer dennoch für einen feuchtfröhlichen Abend zum kopflosen Entspannen. In Ordnung. Eine der besseren Splatterproduktionen aus dem deutschsprachigen Raum. Keine Kunst. Aber eine Erwähnung wert.

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