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Ein Deal geht schief, der Waffenverkauf in einer Lagerhalle artet durch einen Zufall ziemlich aus. Das ist die Grundlage von „Free Fire“, den Regisseur Ben Wheatley auf diesem begrenzten Areal inszeniert. Entsprechend der Prämisse gibt es viele Schießereien, Treffer in allerlei Gliedmaßen und so verteilen sich die Beteiligten in der baufälligen Halle und versuchen, die Situation für sich zu meistern.

Die Grundidee ist interessant und die Beschränkung auf den (überwiegend) einen Schauplatz hat seinen Reiz. Leider fehlt es der Konstellation an Übersicht und den Figuren an Inhalt. Man erfährt kaum bis nichts über sie und somit ist es auch egal, wer da von wem wie malträtiert wird. Auch nutzt sich das enge Szenario ab. Die Muster wiederholen sich und durch die sehr eingeschränkte Bewegungsfreiheit kommt auch nicht viel Dynamik ins Spiel. Wobei dies sogar aufgegriffen wird, wenn eine Verfolgungsjagd dergestalt stattfindet, dass man hintereinander über den Boden robbt.

Hier und da fällt mal ein dummer Spruch, ein paar blutige Szenen gibt's auch, und trotzdem ist der Unterhaltungsfaktor aus den genannten Gründen eher so semi. Ein paar bekannte Gesichter gibt's mit Armie Hammer, Brie Larson und Cilian Murphy auch, doch ist aufgrund der nicht vorhandenen Charakterzeichnung da auch nicht viel zu holen. Pseudocooles Gelaber und Gefluche befördert das nicht.

Das schafft auch emotionale Distanz, als Drama ist das hier aber auch nicht angelegt. Es schadet aber auch nicht, wenn man sich irgendwo dranhängen könnte. Die ein oder andere nette Idee bringt gegen Ende dann doch Abwechslung ins Szenario, kleine Wendungen durchbrechen die Redundanz. Insgesamt bleibt "Free Fire" zwar nett, aber auch limitiert.

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