Review

Ein kreuzöder Versuch, das Genre "1001 Nacht" wiederauferstehen zu lassen, während gerade ganz Italien auf Sandalenfilme abfuhr. Man spürt die Nähe zum "Dieb von Bagdad", vor allem in der Plotkonstruktion, doch leider hat der Film so gut wie nichts anzubieten, an dem man sich erfreuen kann.

Hauptdarsteller Tab Hunter auch noch Unfähigkeit zu bescheinigen ist geradezu unnötig, denn steifer und unlustiger kam noch kein Märchenheld daher. Neben der genreüblichen Prinzessin und dem ebenso üblichen Bösewicht, gehen dann auch noch drei Lampengeister um, die wohl lustig sein sollen, sich in ihren eigenen Fallen aber auch mal selbst verfangen.

Der ganze Prozeß um das Wiederauffinden des goldenen Pfeils wird eh nur durch die Unfähigkeit des Helden strapaziert, seine Libido mal ruhen zu lassen. Die daraus resultierenden Prüfungen sind armselig, eine Feuergöttin hauptsächlich Fleischbeschau und was in der Sequenz mit dem Magier/bösen Mann in dem Tempel passiert, ist auch schön undurchsichtig.

Ein wirklicher Knüller ist natürlich der Schlußkampf auf dem fliegenden Teppich, wo man die gegnerischen Truppen mit Tontöpfen bombardiert, eine wunderbar amateurhafte Rückprojektion vor alten Studioaufnahmen. Über die reingemalten Pfeileffekte schweige ich dezent.
Interessant wird das dröge Spiel höchstens durch ein paar prächtige Sets, die schöner aussehen, als die Figuren, mit denen sie gefüllt sind. (2/10)

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