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Amityville stand bereits einige Male für böse Geister und Dämonen, was den meisten Freunden von Spukhausfilmen ein Begriff sein dürfte. Das dachte sich wohl auch Regisseur John R. Walker, der sein preiswert heruntergekurbeltes Werk hoffentlich ebenfalls als „die letzte Vorstellung“ bezeichnet.

Fawn hat von ihren Eltern ein heruntergekommenes Theater geerbt, welches seit fünf Jahren leer steht. Gemeinsam mit einigen Freunden erkunden sie die Räumlichkeiten, bis die Eingangstür verschlossen wird. Und die Gruppe scheint hier nicht allein zu sein…

Manche Eigenschaften eines Streifens stechen sogleich ins Auge oder Ohr: Rund die Hälfte der Mimen agiert auf Anfängerniveau und die Porno-Synchro betont so scheußlich und übertrieben, dass es mindestens einmal die Minute nervt, was sich am Beispiel von Fawns bester Freundin Indy manifestiert, welche nicht nur eine nervtötende Zicke ist. Die übrigen Typen fallen nicht wesentlich positiver aus, selbst Fawn fällt kaum auf, allenfalls ein forschender Lehrer, welcher für einen Nebenhandlungsstrang bemüht wird, kommt als Charakter einigermaßen sympathisch daher.

Das verwaiste Theater taugt nur bedingt für atmosphärische Momente, etwa, als plötzlich eine Sängerin auf der Bühne erscheint, während das Publikum beinahe starr auf die Bühne blickt. Solch geisterhafte Szenen sind leider an einer Hand abzuzählen, da die meiste Zeit rein gar nichts geschieht. Mal verschwindet jemand, mal gibt es Zank in der Gruppe, dann wird vergeblich nach einem zweiten Ausgang gesucht und eine Wegelagerin aufgegabelt, die sich scheinbar recht gut im Gebäude auskennt. Und weil keine Geister in Erscheinung treten, muss zwischendurch auch noch das olle Ouija-Board für ein Intermezzo herhalten.

Spannend gestaltet sich die Chose rein gar nicht, zwar ist die technische Umsetzung noch passabel, doch der mangelnde Antrieb gleicht einer Schlaftablette.
Später gesellen sich noch drittklassige Make-up Effekte hinzu und ein erahnbarer Twist, der keine dramaturgische Steigerung bewirkt, sondern eher die Befürchtung auslöst, es könne zu einer Fortsetzung kommen.

Das möge uns Walker angesichts der Ideenlosigkeit und dem fast ausbleibenden Übersinnlichen ersparen, wobei selbst die Dialoge häufig auf Kindergartenniveau sind.
Es gibt keine nennenswerten Gewalteinlagen, keine nackte Haut und auch kein auflockerndes Augenzwinkern und selbst die Pointe verpufft im Nirgendwo.
Ein uninteressanter Langweiler.
3 von 10

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