Review

Gesamtbesprechung

Der Diner-Besitzer Al (Chris Cooper) hat im Gebäude ein Zeitportal entdeckt, durch das man im Jahr 1960 landet. Er setzt alles daran, die Ermordung von JFK zu verhindern, doch da die Zeit aufgrund einer Krebserkrankung gegen ihn arbeitet, drängt er seinen Freund Jake (James Franco), die Sache zu Ende zu führen. Der Lehrer lässt sich überzeugen, reist zurück in der Zeit & beginnt mit den Vorbereitungen, um Lee Harvey Oswald (Daniel Webber) rechtzeitig zu stoppen. Außerdem lernt er die Bibliothekarin Sadie (Sarah Gadon) kennen, in die er sich verliebt.

Ah, die Sadie. Bzgl. ihr hatte ich etwas Bammel, denn die ist in Stephen Kings Roman eine so wunderbare Figur, dass es schwierig ist, sie adäquat auf Film zu übertragen. Aber bereits bei ihrer Einführung war klar, dass die Caster mit Sarah Gadon, die bereits als Prinzessin Elizabeth in A Royal Night Out ganz entzückend war, alles richtig gemacht haben, denn die verleiht der Figur einen Zauber, dass man gar nicht anders kann, als sich in sie zu verlieben. Und schlussendlich zerstreuten sich auch meine Zweifel, ob es möglich ist, die Intensität des bittersüßen Buch-Endes auf Film zu bannen. Es ist. Ich musste da glatt das eine oder andere Tränchen verdrücken.

Ansonsten: Die Besetzung ist bis in kleine Nebenrollen stimmig, die Regisseure inszenieren sauber & fesselnd, phasenweise auch sehr spannend, die Darsteller agieren allesamt überzeugend & die detailverliebte Retro-Ausstattung ist erste Sahne, da fühlt man sich, unterstützt vom tollen Oldie-Soundtrack, wie in einer anderen Zeit. Schade fand ich lediglich, dass das im Roman so prägnant eingesetzte Stück "In the Mood" hier (vermutlich aus Rechtegründen) nicht verwendet wurde. Auch sehr schön: Die unaufdringlich eingeflochtenen Anspielungen auf Kings Werk, wie z. B. die Blue-Ribbon-Wäscherei, der Plymouth Fury oder das "redrum"-Graffiti.

8,5/10

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