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Mit einem minimalen Budget von 10.000 Dollar lassen sich keine großen Sprünge machen, doch für ein paar Effekte hat es immerhin noch gereicht in diesem Episodenfilm von Debütant Derrick Granado. Die drei Geschichten greifen allesamt bekannte Verlaufsmuster auf, doch leider fällt kaum eine Pointe überraschend aus.

Eddie Osborne ist Autor und Spezialist für Übernatürliches. Soeben betritt er mit seinem neuen Kameramann Will ein sagenumwobenes Hotel, in welchem er ihm drei unheilvolle Geschichten erzählt...

Die erste handelt von einem Paar in einem neu erworbenen Haus. Als Michael für zwei Tage auf Geschäftsreise geht, scheint sich seine Frau Lana zu verändern, nachdem sie bereits merkwürdige Veränderungen im Haus wahrnahm.
Das übliche Gruselhaus mit kleinen Schockeffekten steht im Vordergrund dieser Episode, welche recht lange benötigt, um endlich auf Kurs zu kommen. Die Figurenzeichnungen sind okay, doch darstellerisch wird unterdurchschnittlich performt. Die wenigen Effekte wie huschender Schatten, dunkle Silhouette oder plötzlich auftauchende Zeichnungen fallen simpel, jedoch zuweilen effektiv aus, nur die Pointe enttäuscht, zumal der Hintergrund des Hauses zu keiner Zeit ausreichend durchleuchtet wird. Ein etwas fader Einstieg.

Die zweite Story befasst sich mit einer einfachen Racheaktion an Halloween. Nachdem Lester als Kind ständig schikaniert wird, bastelt er über Jahre an einem Racheplan mit Clownsmaske und entsprechenden Werkzeugen. Jene Maske bildet das vage Highlight dieser Geschichte, der es primär an garstigen Gewalteinlagen mangelt. Die meisten Hiebe werden nur angedeutet und Blut fließt somit fast gar nicht. Auch hier stechen die schwachen darstellerischen Leistungen ins Auge, wobei in Sachen Atmosphäre einigermaßen kaschiert werden kann.
Nicht kreativ, allerdings einigermaßen unterhaltsam.

Die finale Episode bedient sich in der ersten Hälfte der Found-Footage-Optik, da ein Fernsehteam irgendwo im Wald Bigfoot nachweisen möchte und hierfür kräftig nachhilft. Bis ein kauziger Redneck aufkreuzt und dem Team etwas zeigen möchte.
Immerhin hält sich das Gewackel in Grenzen und es wird minimal besser performt als in den Geschichten zuvor. Ein Maskeneffekt geht in Ordnung undzumindest wird eine Gewaltszene angedeutet. Allerdings will sich hier kaum Spannung einstellen, da das Timing nicht sonderlich gut ist und die Kulisse zu wenig hergibt. Die Auflösung ist komplett vorhersehbar, was auch für den Verlauf der Rahmenhandlung gilt.

Denn diese schließt den Kreis um das Böse, welches der Spezialist für Paranormales ständig erwähnt. In den letzten Minuten kommt ein wenig Tempo auf, auch hier werden kleine Gewalteinlagen angedeutet, jedoch nie explizit bebildert. Ein fieses Lachen kommt nicht schlecht, der Rest ist allenfalls zweckdienlich.

Somit gibt es kein wirkliches Highlight und keine besonders gelungene Geschichte, da insgesamt wenig Originalität auszumachen ist, die Optik oft an Amateurniveau erinnert und darstellerisch schwach performt wird. Die Sounduntermalung, vorzugsweise aus Klangcollagen bestehend, ist einigermaßen tauglich, das Make-up größtenteils auch, doch Spannung und Atmosphäre wollen sich nur partiell einstellen.
Für einen Erstling mit sichtlich geringem Budget noch erträglich, aber eben auch nur bedingt unterhaltsam.
4,5 von 10

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