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Wieder einmal muss das olle Nazi-Gold für ein Zombie-Abenteuer herhalten und erneut fungiert eine Helmkamera als einzige Quelle oft verwackelter Aufnahmen, was einem Ego-Shooter gleichkommt. Aufgrund der knackigen Laufzeit und viel Bewegung fällt die dünne Handlung gar nicht so sehr ins Gewicht.

Markus und sein über Funk verbundener Partner Thomas wollen Gold in einem alten Militärbunker in Oberammergau ausfindig machen. Dumm nur, dass in den Katakomben nicht nur US-Soldaten, untote Nazis und ein Außerirdischer ihr Unwesen treiben…

Die Exposition verrät bereits den Endgegner, denn natürlich hatte Adolf auch hier seine Griffel persönlich im Spiel. Als Zombie sieht er zwar aus wie Charlie Chaplin mit Schmierhaaren, doch dafür können sich seine Kameraden sehen lassen, denn Maske und Make-up arbeiten weitgehend tadellos. Mal abgesehen vom Alien, dessen Maske deutlich als solche auszumachen ist.

Nach knapper Einführung des Filmteams und der Vorstellung eines verschollen geglaubten Tagebuchs geht es rasch ins Sperrgebiet, unter Dauerfeuer wird Markus erstaunlicherweise nicht verletzt und schon befindet sich der Sprücheklopfer in einem Areal, welches Klaustrophobikern nicht sonderlich entgegen kommt. Flapsige Bemerkungen und einige Situationskomik (Handgranate und Gewehr) lockern das Geschehen immer mal wieder auf, zumal sich die Handlung selbst nicht sonderlich ernst nimmt, was wiederum den Sympathiefaktor erhöht.

Storytechnisch wird entsprechend wenig geboten, denn im Grunde geht es nur von einen Raum zum nächsten, während der US-Trupp zusehends dezimiert wird, bis nur noch Markus und eine Amazone namens Debby verbleiben. Dazwischen sorgen körperbetonte Kämpfe für Abwechslung und obgleich nicht allzu viel Blut vergossen wird, ist eine gesunde Härte im Spiel, bei der eine FSK16 angemessen erscheint.

Nach rund 74 Minuten laufen bereits die Credits mit einigen alternativen und ergänzenden Szenen und trotz sehr schlicht gehaltener Abläufe und simpler Ausstattung ist dem Ganzen ein gewisser Unterhaltungswert nicht abzusprechen. In Sachen Performance wird wenig gefordert und passabel abgeliefert, ein paar eingeschränkte Blickwinkel erzeugen hin und wieder Spannung, während die Synchro unerwartet professionell arbeitet.
Alles andere als ein Meilenstein, doch für Freunde von Found Footage und Ego-Shooter-Filmchen brauchbar.
5,5 von 10

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