Die schöne Französin Solange lernt in Paris zwei miteinander befreundete Männer kennen und lieben. Einer der Männer, Sam Walker, holt sie nach dem Krieg als seine Frau nach Amerika, wo er bald ein berühmter Schauspieler wird. Sie bekommt mit ihm drei reizende Töchter und das Familienglück scheint perfekt. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken über der Familie auf. Blind vor Eifersucht verliert Sam bei einem Streit seine Beherrschung und tötet seine Frau. Im Gefängnis begeht der Verzweifelte Selbstmord. Seine drei verwaisten Töchter, vom Schicksal auseinandergerissen, finden sich erst nach vielen Jahren wieder.
Man darf sich nicht beschweren, denn das Cover schreit einem ja vorab offen und ehrlich den Begriff soapiges Frauendrama zu, aber wenn man schonmal in den einschlägigen Euroshops bummelt, ohnehin schon ein halbes Dutzend Filme im Arm hat und mit Perry King (Trio mit vier Fäusten) und Claudia Christian (Babylon 5) auch noch Leute aus ehemalig gern gesehenen Lieblingsserien dabei sind, wandert so eine DVD für den satten Kampfpreis von einem Euro mit nach Hause.
Ganz so schlimm wie befürchtet war das Ganze auch nicht. Es wird auf überzogene Dramaturgie und Tränendrüseneinsatz weitgehend verzichtet, sondern erzählt eine einfache dramatische Geschichte. Ein reumütiger Anwalt, der damals die drei Foster-Kinder auf neue Familien verteilte, ist totkrank und versucht die drei Mädels mittels eines Privatdetektivs zu finden und wieder zusammen zu führen. Warum ist zunächst noch unklar, aber in zahlreichen Rückblenden wird Stück für Stück aufgedröselt, das er am tödlich endenden Zwist der Eltern alles andere als unschuldig war.
Zentrales Thema dabei ist natürlich Vergebung und Versöhnung aller Beteiligten. Ist natürlich ungewohnt nach 25 Jahren zu erfahren, das frau bisher ungekannte Geschwister hat und auch sonst verwandtschaftliche Überraschungen auftauchen. Muß man erst mal schlucken sowas. Der Dramatik wegen bekommen alle Mädels auch noch ihre Subplots spendiert, die älteste Hilary verliebt sich in den Detektiv, die mittlere Alexandra streitet mit ihrem Südstaaler-Ehemann wegen des politischer Zukunft und die jüngste Megan kriegt es mit der eigenen Reproduktion nicht auf die Reihe.
Das alles ist nur bedingt spektakulär, aber erfreulicherweise ohne die ganz tränentreibenden Klischees. Da lockert auch mal das Mikro im Bild die sonst ernst Story ein wenig auf. Ansonsten der typische Fernsehfilm, Dialoge bestimmen die Laufzeit, aber eben noch auf akzeptablen Niveau.
5/10