Ich bin bei der Bewertung etwas zwiegespalten. Zum einen ist da ein ungemein interessantes Kapitel amerikanischer Geschichte, das so noch niemand gesehen hat: Die Geschichte eines Volksaufstandes gegen die eigene Armee im Bürgerkrieg und gleichzeitig eine Geschichte von Sklaverei und dem Fortgang ebendieser nach der vermeintlichen "Befreiung". Vom historischen Aspekt super spannend, dramaturgisch emotional und bewegend, dazu noch grandios gespielt.
Andererseits hat die Inszenierung so ihre Schwächen. Alles wirkt wie ein Kino-Zusammenschnitt einer TV-Serie. Zu fragmentarisch und auch irgendwie zu steril. Das mag einen gewissen Anflug von Doku-Charakter haben, ist mir persönlich filmisch gesehen aber zu halbgar. Es fehlt an Dynamik, kraftvollen Bildern, einem guten Score (habe ich da überhaupt Musik gehört?) und letztlich auch an einer guten Geschichte. Denn was wir serviert bekommen, ist quasi die Geschichte des freien Staates Jones und dem Ende der Sklaverei im Schnelldurchlauf.
Vielleicht hätte man besser eine Miniserie drehen sollen, oder aber die Story verdichten. In dieser Form plätschert alles so vor sich hin und ist wenig spannend.