In Jim Wynorskis Regiedebüt bekämpfen drei pralle Damen den Schurken Lee Chuck. Hierfür lassen sie sich auf dessen Insel verfrachten, um ihn an der Erlangung einer Superwaffe zu hindern. Und warum das alles so ist, wie es ist, erzählt der einleitende Rolltext. Der Inhalt ist ziemlich hanebüchen und wird auch nicht besser, wenn man ihn später wiederholt. Die dem Szenario als Hintergrund dienende Mythologie klingt gelinge gesagt abenteuerlich, ist letztlich aber auch völlig egal.
Hier wackeln mehr oder weniger bekleidete Damen durch die bunten Kulissen, exploitativ gefilmt, alles irgendwie doof und auf dem offensichtlichen Trashlevel auf absurde Art unterhaltsam.
Dazu tragen allerlei Kuriositäten bei. Seien es Laserscanner, Roboterspinnen, Affenkostüm, Klamotten, Kulissen, eine Pimmelkanone und die nicht vorhandene Stringenz in der Geschichte. Immer wieder mal etwas Krawall, behäbige Kloppe, flacher Witz und nackte Haut. Die B-Film-Checkliste hakt Wynorski brav ab. Darstellerisch gibt’s nicht viel zu holen, die Einstellungskriterien der Damen sind für jeden zu sehen.
„The Lost Empire“ kann auf schrottige Weise Spaß machen, man sollte nur nichts hinterfragen oder eine gut konstruierte Geschichte erwarten. Das volle B-Film-Gedöns, hier und da ein paar Effekte, Hupen und bunte Kulissen. Wynorski spult ein ziemliches Programm herunter, trashig, nicht gut, aber in seiner Doofheit nicht ohne Unterhaltungswert.