Anno 1989 kam „Moontrap – Gefangen in Raum und Zeit“ heraus, der mit viel Wohlwollen im qualitativen Mittelfeld einigermaßen unterhaltsamer Sci-Fi-Kost anzusiedeln ist. Regie führte Robert Dyke, welcher für seine Variation/Fortsetzung erneut auf dem Regiestuhl Platz nahm: Mit deutlich weniger Budget und entsprechenden Konsequenzen.
Archäologin Scout (Sarah Butler) und ihr Freund werden zu einem seltsamen Fund geführt, um entsprechende Schriftzeichen zu entschlüsseln. Doch das 14000 Jahre alte Gebilde entpuppt sich als Bestandteil einer uralten Kultur und die ist nicht von dieser Welt…
Dyke drehte zwischenzeitlich nicht sonderlich viele und vor allem keine erfolgreichen Filme, weshalb ihm für den Neuaufguss augenscheinlich nur sehr wenig Geld zur Verfügung stand.
Und das ist dem Endprodukt in nahezu jeder Einstellung anzusehen, denn die Sets sind spärlich ausgestattet, die zwei Roboter sind Miniaturen, die sich sehr langsam und hakelig bewegen, während Feuer aus dem Computer immer übel aussieht und das Raumschiff wie eine kleine Plastikscheibe aussieht, die mal eben durchs All geschossen wird.
Sarah Butler müht sich redlich, doch ihre stereotype Figur lässt nur bedingt Empathie entstehen, wobei ein Mitfiebern aufgrund der nicht vorhandenen roten Linie ohnehin ausbleibt.
Die erste Dreiviertelstunde besteht nur aus Geschwafel und lahmen Taktieren, doch mit dem Flug ins All gerät das Treiben zusehends beliebiger und minimalistischer. Der Kampf der beiden Roboter ist übel geschnitten, das Auslösen eines bestimmten Vorganges kommt absolut konstruiert daher und die Auflösung lässt gar eine Fortsetzung zu, für die das Geld hoffentlich niemals ausreichen wird.
Denn bis auf den einigermaßen stimmungsvollen Score, der erträglichen Synchro und Butlers Performance liefert Dyke eine Weltraumgurke ab, die sich weitgehend auf Amateurniveau befindet und zu keiner Zeit Spannung und Atmosphäre aufkommen lässt. Die 80 Minuten bis zum Abspann ziehen sich und somit offenbart sich Sci-Fi-Trash, der eben nicht so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist, sondern nur schlecht.
2 von 10