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Vor Jahren hätten einem noch Genrefans die Kinokarten aus der Hand gerissen, doch mittlerweile ist der einstige Action-Held Steven Seagal ein Garant für drittklassige Kost geworden, der nur noch unmotiviert sein Programm abspult. Im vorliegenden Streifen mimt er einen Bösewicht, was allerdings nur selten zum Vorschein kommt.

Die Kleinganoven Jack (John Edward Lee) und sein Kompagnon Sam (Byron Gibson) überfallen eine kleine Bank in Kambodscha. Zurück in Thailand will Jack seine Freundin Avalon (Pim Bubear) finanziell beglücken, doch das Geld war Teil des Depots von Drogenboss Gan (Seagal), der sein Geld natürlich zurück will. Dessen Handlanger Niran (Sahajak Boonthanakit) erpresst indes Jack, der noch mehr Banken ausrauben soll…

Obgleich Seagal mal wieder das Zentrum des Covers ziert, stehen eigentlich Jack und seine Perle im Vordergrund, was nicht sonderlich viel Spannung zutage fördert, zumal sich Abläufe stets wiederholen und kaum Überraschungen auszumachen sind. Die Figuren sind schlicht gezeichnet, die Bösewichte verhalten sich nur selten garstig, während die anberaumten Sympathieträger zu facettenlos bleiben, um dem Treiben genügend Dynamik zu verleihen.

Anfangs vermögen die exotischen Settings noch einigermaßen zu überzeugen, während die Kamera um einige gelungene Vogelperspektiven bemüht ist, doch im Zuge der eindimensionalen Handlung gehen diese im Verlauf reichlich unter. Zudem gibt es deutlich zu wenig Action. Seagal lässt innerhalb der ersten zehn Minuten seine Arme kreisen, einmal tritt er gar zu, doch ansonsten dominieren rar gesäte Ballereien, die einerseits mit CGI-Einschüssen einhergehen und andererseits reichlich unwahrscheinlich ausfallen, wenn fahrende Ziele aus zehn Metern Entfernung kaum einmal erfasst werden.

Somit gibt es nur selten spannende Konfrontationen, es mangelt an Drive, aber auch an Auflockerungen, während sich darstellerisch keiner ein Bein ausreißt und jemand wie Michael Jay White in einer Gastrolle nahezu vergeudet wird.
Ein austauschbarer Genrestreifen, der drehbuchtechnisch ohne Elan ist und jeden Anflug von Kreativität vermissen lässt.
3,5 von 10

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