Review

In den Neunzigern wäre das der perfekte Titel für einen Film mit Steven Seagal in der Hauptrolle gewesen. Doch Jahrzehnte später taucht der einst so gewandte Aikido Meister allenfalls fünfzehn Minuten am Rande auf und bewegt maximal mal kurz die Arme.
Die übrigen Mitwirkenden offenbaren allerdings auch keine perfekte Waffe.

Im Jahr 2045 herrscht der Direktor (Seagal) über einen totalitären Staat, bei dem die Kriminalrate gegen Null tendiert. Für ihn arbeiten Auftragskiller wie Condor (Johnny Messner), der primär politischen Widerstand auslöscht. Als er bei einer Mission eine Zeugin verschont, die ihn an seine verstorbene Ex erinnert, drohen ihm Konsequenzen, woraufhin er selbst zum Widerstandskämpfer wird…

Die Zukunftsmusik erinnert ein wenig an „Total Recall“, stärker jedoch an „Hitman“, was nicht zuletzt an Messner mit Glatze im Anzug liegt, der als Auftragskiller einen geübten Umgang mit Schusswaffen pflegt und auch gerne mal zwei gleichzeitig abfeuert.
Das Ambiente wirkt allerdings wenig futuristisch, da die Lokalitäten keinerlei Gimmicks aufweisen, die nicht bereits zeitgenössisch sind und auch die Wahl der oftmals düsteren und abgeranzten Sets bringt nicht allzu viel Abwechslung.

Die schlichte Story birgt ohnehin nicht viel Komplexes und beschäftigt sich schon gar nicht mit Hintergründen oder gar Motivationen. Gut gegen Böse, dazwischen ein paar Maulwürfe, lediglich gegen Ende gibt es ein, zwei kleine Wendungen, welche jedoch weit aus der Luft gegriffen sind.

In Sachen Action werden nicht allzu viele Schauwerte geboten. Im Mittelteil kommt es zu einem etwas länger andauernden Fight, meistens dominieren Schusswechsel das Treiben, wobei eine Herrengruppe in Anzügen, die mit langen Schwertern unterwegs ist, einfach nur doof aussieht. Seagal erhebt sich zwar kurz für einen kleinen Tritt und fuchtelt ein paar mal mit den Armen, mit Kampfsport hat das allerdings nicht mehr viel zu tun.

Demgegenüber fallen einige Gewalteinlagen unerwartet drastisch aus. Neben zahlreichen blutigen Einschüssen wird eine Stange quer durch einen Kopf gejagt, ein Schädel explodiert und es kommt zu kleinen Foltereinlagen mit gezogenem Fußnagel und Zahnentfernung.
Diesbezüglich wundert die FSK16, denn einige Szenen tendieren deutlich in Richtung KJ.

Darstellerisch wird insgesamt wenig abverlangt und kaum ein Mime offenbart einen zweiten Gesichtsausdruck. Ähnlich verhält es sich mit dem Score, von dem nichts hängen bleibt und der auch nur zum Ende hin etwas mehr Gas gibt. Zum Finale mangelt es an Dynamik, da dem letzten Drittel deutlich die spannenden Momente ausgehen und viele Gegebenheiten beinahe bruchstückhaft anmuten, was den ohnehin nicht dollen Gesamteindruck noch etwas mindert.
Ergo kein Actioner mit Empfehlungspotential.
Knapp
4 von 10

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