Review

Central Intelligence
Das Konzept der Buddykomödie funktioniert eigentlich seit Jahrzehnten. Man nehme einen Vollprofi und einen Neuling (Auf die harte Tour), einen Normalen und einen Wahnsinnigen (Lethal Weapon), einen Linientreuen und einen Chaoten (Bad Boys) und schon hat man ein Gerüst, um das man einen hanebüchenen Plot spinnen kann. So funktioniert das auch hier.
1996 (als ein gewisser Rocky Maivia, der sich später The Rock nennen sollte, sein Debüt im professionellen Fakeringkampf gab) feiert eine normale High School den Abschlussjahrgang, wobei ein ziemlich dicker Junge auf mieseste Art gedemütigt wird. Ihm steht der Superstar der Schule bei. Fast Forward 15 Jahre. Der ehemalige Star ist beruflich gescheitert und die Ehe mit seinem High-School-Sweetheart läuft auch nicht rund. Da taucht besagter ehemaliger Schulkamerad auf, der zum Muskelprotz mutiert und CIA-Agent ist. Natürlich müssen die beiden zusammen arbeiten und dabei geht ein bisschen was zu Bruch.
Der Humor ist herrlich albern, ohne dabei zu sehr unter die Gürtellinie zu gehen. Die Gags kommen in hoher Dichte und werden derart unbedarft naiv präsentiert, dass man dem Film die Flachheit nicht wirklich übel nehmen will. Wie die meisten dieser Filme lebt auch dieser von der Chemie der Hauptfiguren. The Rock ist wie meistens herrlich uneitel und hat kein Problem damit, teilweise fast debil zu wirken. Kevin Hart als hoffnungslos überforderter Normalo gibt einen wunderbaren Kontrapunkt.
Auch wenn das Ganze nicht an die ernsten Untertöne von Lethal Weapon (Riggs ist vom Tod seiner Frau traumatisiert, Murtaugh kämpft mit dem Älterwerden) heranreicht, haben auch hier beide Figuren einen ernsten emotionalen Unterbau. Kevin Hart ist der ehemalige Star seiner High School, der das Gefühl hat, gescheitert zu sein, weil er eben keine Karriere gemacht hat. Die Beziehung zu seiner Frau droht daran zu zerbrechen. The Rock ist zwar hochintelligent und durchtrainiert, leidet aber immer noch an der Zurückweisung, die er erlebt hat. Der Film hat dann auch eine schöne, wenn auch wenig originelle Botschaft (Schau auf das Gute in deinem Leben) und am Ende die nette Idee, Rockys High Schoolschwarm eben nicht als attraktiv darzustellen. Insgesamt ein sehr leichter, sehr lustiger Spaß.

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