Review

Da ist sie also, die durch den Erfolg von "Fright Night" entkoppelte, unvermeidliche Fortsetzung der Story von Charlie Brewster und seinem Freund, dem Fernseh-Vampirkiller! Um es gleich vorweg zu sagen, der Film bewegt sich stilistisch in eine ganz andere Richtung als Teil 1 und das ist gut so, denn "Mein Nachbar der Vampir" wirkt dadurch erwachsener!

Zur Handlung: Charlie ist inzwischen auf dem College, hat eine neue Freundin, die Psychologiestudentin Alex und will nach einer Therapie mit seinem Kollegen aus Teil 1, Peter Vincent, nichts mehr zu tun haben, denn, so weiß er jetzt, Vampire existieren nicht!
Nach einigen erotisch angehauchten Träumen und ein paar stliistisch dicht inszenierten Vampirmorden bröckelt allerdings seine Meinungsfestigkeit und als eine ganze Horde seltsame Gestalten unter Führung der sexy Regina (Julie Carmen als rassige Augenweide) in die Stadt ziehen, wird sich Peter und Alex geschnappt und erneut Jagd auf die Vampire gemacht...

Mir persönlich gefällt die Fortsetzung besser als Teil 1, sie bringt die erotische Seite aus neuer Sicht ein, die Inszenierung ist insgesamt mystischer (Nebel, Zeitlupe und der erste Vampir auf Rollschuhen) mit unverkennbarem Hauch der 80er Jahre und die Darsteller wirken diesmal glaubhafter. Tommy Lee Wallace, jahrelang ein Weggefährte seines Lehrmeisters John Carpenter, packt hier sämtliche Kunstgriffe seiner Ausbildung aus und unterhält über die gesamte gruselige Laufzeit blendend, dabei kommen sowohl Horror und Humor nicht zu kurz (die Bowlingszene ist ein absolutes Highlight).
Das Endergebnis ist zwar ein bißchen effekthascherischer als der noch in ruhiger Nachbarschaft wütende erste Teil der Peter-Vincent-Memoiren aber dafür auch rasanter bis zum effektgespickten Finale und dem unvermeidlichen Ende!

Fazit: Tolle Fortführung einer gruseligen Story mit den Mitteln des 80er Hollywoodkinos, alles etwas üppiger, größer und...besser! Unbedingt zu empfehlen in Sachen Vampirthema!

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