Fright Night 2 macht genau da weiter wo der Erstling aufhörte und dies genau so gut. Regie übernahm hier Tommy Lee Wallace ( Es ), welcher auch am Drehbuch mitschrieb. Schade dass aus dem Film hier nur eine Direct To Video Auswertung wurde, denn er hätte eine Kinoausstrahlung wirklich verdient gehabt. Zu guter Letzt wurden die deutschen Tapes noch für eine FSK 16 Freigabe leicht gekürzt. Doch nun kommen wir endlich in den Genuss einer DVD.
Inhalt:
Charlie Brewster ( William Ragsdale ) ist bei einem Doktor um die Vampirgeschichte zu vergessen. Doch dies währt nicht lange, denn Vampirkönigin Regine ( Julie Carmen ) kommt mit ihrem Clan in der Stadt an. Charlie ist erst skeptisch doch kurz darauf beobachtet er den ersten Mord. Sofort sucht er seinen alten Freund, den Vampirkiller Peter Vincent ( Roddy McDowall ) auf. Zusammen wollen sie den Vampirclan entgültig ausrotten, doch Niemand will ihnen glauben und zu guter Letzt wurde Charlie noch nachts gebissen. Er verwandelt sich sehr langsam, doch Regine muss vernichtet werden um die Infizierung aufzuheben, doch Diese beisst immer mehr Leute um ihre Gefolgschaft zu vergrößern und um Charlie entgültig in ihren Bann zu ziehen.
Die Story bietet fast nichts Neues, praktisch wird der erste Teil noch einmal aufgekocht. Unterschied ist nur, dass eine Vampirdame hier das Zepter in der Hand hat und das Charlie gebissen wird. Auch Paralellen zum Erstling wurden aufgebaut, so ist Regine zum Beispiel die Schwester von Jerry Dandrige und die will Rache für ihren toten Bruder. Peter Vincent will sie dafür töten und Charley soll auf ewig ein Vampir sein. Auch die Verwandlung des Arztes auf den Schienen ist ein unvorhergesehene Wendung, doch sonst sollte man Plotmäßig nicht viel erwarten.
Charlie hat auch hier wieder eine Freundin, welche anfangs ungläubig ist, doch dann später selbst den Blutsaugern begegnet.
Stark ist wieder die unheimlich intensive 80er Jahre Atmosphäre mit welcher schon der Erstling punktete. Es werden wieder massenhaft Nebelmaschinen aufgefahren und man hält sich vorwiegend in sehr alten Bauten auf. Auch bei Fright Night 2 spielt sich ein Großteil der Handlung nachts ab. Auch diese nette Altmodischkeit ist hier nicht zu übersehen.
Der Score von Brad Fiedel untermalt die Horrorkomödie einfach bestens und bietet viel Abwechslung. Ein paar Sounds behält man aus dem ersten Teil bei.
An Gore fährt man hier etwas mehr auf, als im Erstling. Die Vampire beissen etwas mehr und blutiger zu und auch die Deformationen sind wieder sehr kreativ und gruselig ausgefallen. Auch hier gibt man vor allem im Finale Gas. Einem platzt der Buch auf, einem Anderen der Hals, oder man schmilzt dahin. Jeder Vampir tritt auf eine andere Weise ab. Das Make up der Vampire ist wieder großartig geworden und bei Jedem Vampir verschieden, die sehen teils schon aus wie bei " From Dusk till Dawn ". Auch der Werwolf ist wieder mit von der Partie, auch hier wieder von einem trotteligen Charakter verkörpert, wie auch schon im Erstling. Nur richtige Spannung braucht man eigentlich nicht zu erwarten, aber für den nötigen Grusel reicht es. Dies liegt aber auch an dem vielen Humor, welcher hier eingebracht wurde, auch unter den Vampiren. So wird zur Stressbewältigung einfach Bowling gespielt, auch mit einem Menschenkopf, oder ein Vampir versagt andauernd wenn er Jemand beissen will und bringt als Ausrede " Er habe keinen Durst " und auch der teils vertrottelte Peter Vincent ( sein Name setzt sich aus Peter Cushing und Vincent Price zusammen ) sorgt wieder für viel Witz.
Mit Erotik geizt man auch nicht gerade, es gibt einige Nacktszenen, vor allem Regine ist immer sehr knapp bekleidet.
Charlie Brewster wird wieder von William Ragsdale verkörpert. Er mimt den teils sehr trotteligen Jungen mit viel Humor und Charisma, aber auch wieder ausgestattet mit seiner unglaublichen Neugier und von hübschen Frauen lässt er sich mal wieder um den Finger wickeln. Auf jeden Fall ist er eine herrlich witzige Figur, man behält den Charakter praktisch 1:1 aus dem Erstling bei.
So auch bei Roddy McDowall, welcher wieder als Vampirkiller Peter Vincent herhalten darf. Vor allem sein Schauspiel macht unheimlich Spass. Er und Charlie geben einfach ein herrliches paar ab.
Brian Thompson ist als Insektenfressender Chauffeur mit dabei.
Vampirkönigin Regine wird von Julie Carmen verkörpert, welche hier sehr ihren Körper präsentiert und für die nötige, knisternde Erotik sorgt.
Fazit:
Genauso gut wie der Erstling. Zugegeben, die Story ist etwas altbacken, aber mit dem nötigen Drive und Grusel umgesetzt. Das Make up ist wieder mächtig stimmig und in Punkto Gore gibt man etwas mehr Gas. Die F/X sind mal wieder erste Sahne. Auch die Atmosphäre lässt die eighties wieder aufleben und der Score ist brillant. An Action ist auch ordentlich was geboten, so dass Durststrecken vermieden werden. Die Darsteller sind sehr komödiantisch umgesetzt und sorgen für viel Witz und Charme.
Diese Horrorkomödie macht einfach Spass und ich kann sie Jedem empfehlen. Sogar was fürs breitere Publikum.