Dieser zweite Teil bringt die Schwester des getöteten Vampirs aus Teil 1, die mit einer ganzen Clique Jagd auf Charley und Peter macht. Der Stil des Films, den Tommy Lee Wallace (Regie bei Original von „Es“) inszenierte, ist 100%ig der Gleiche wie bei Teil 1. Einige Faktoren machen diesen zweiten Teil jedoch attraktiver.
Erstens ist die Vampirlady Regine (Julie Carmen) süffisanter, verführerischer und schillernder als der (sehr gute) männliche Vampir des Vorgängerfilms.
Zweitens ist in Teil 2 die Clique um sie herum wesentlich interessanter und illustrer als der zum Monster verwandelte Freund Stephen Geoffreys aus Teil 1. Er sieht mit seinen schiefen Zähnen und dem lustiger-Looser-Image einfach nur dämlich aus. Die Clique aus Teil 2 hingegen besteht aus einem schillernden Schwarzen (der schnell und gefährlich wirkt), dem kräftigen Brian Thompson (als Mann für’s Grobe) und dem sehr amüsanten Werwolf Louie (Jonathan Gries), der cool-witziges Charisma hat. Hinzu kommt später noch ein weiterer Freund von Charley, der verwandelt wird – eine Menge Typen also, die auf unterschiedliche Art effektvoll ins Jenseits gebracht werden – was Vorteil Nr.3 darstellt, denn mehr Typen bringt mehr Effekte und mehr Einfälle.
Viertens ist auch Brewsters neue Freundin Traci Lin sehr viel schöner als Bearse aus dem ersten Film. Lin(d) sahen wir später in etlichen netten Film wie „Die Klasse von 1999“.
Fünftens wird bei „Fright Night 2“ endlich mal der grandiose Song „Come to me“, dessen Melodie die Musik der ganzen Reihe bildet, ausgespielt (im Abspann).
Kameraführung, Licht, Farben und Akusik sind gleich gut in beiden Teilen, hier und da Kamera und Beleuchtung sogar noch ein klein wenig besser in Teil 2.
Die Effekte sind im zweiten Teil besser, weil einfallsreicher und vielseitiger, allerdings funktioniert in beiden Teilen die große Monsterfledermaus (etwa Schäferhundgröße) gleich gut.
Man kann sagen, die Frauen werden Teil 1 den Vorzug geben (wegen dem chicken Vampir), die Männer ganz klar Teil 2 (wegen der Vampir-Lady und Traci Lin). Filmische Meisterwerke nahe an den 100% Perfektion, wobei Teil 2 sicherlich mindestens 5 % besser ist als Teil 1.
Für mich ist "Fright Night 2 - Mein Nachbar der Vampir" (1988) der beste Vampirfilm aller Zeiten. Gleichauf mit dem völlig anders gearteten "Interview mit einem Vampir".
Auf Platz 3 liegen dann "Fright Night 1 - Die Rabenschwarze Nacht" (1985) und "The Lost Boys 1" (1987), diese dann auf einer Höhe.