Review

Es ist alles ganz exquisit in diesem Film von Modedesigner Tom Ford: die Bilder und die Farben, die Kostüme und die Inneneinrichtung, die bis in die kleinste Rolle hervorragenden Schauspieler, die aggressiven Kunstobjekte und der verführerisch elegisch, an Pino Donaggios Arbeiten für Brian de Palma erinnernde Score.

So elegant wie das Styling sind auch die beiden Geschichten des Films ineinander verwoben – die Rahmenhandlung, die auf mehreren Zeitebenen spielt und die fiktive, metaphorische Film-im-Film-Handlung, die NOCTURNAL ANIMALS seinen nötigen Drive gibt und die bald realer scheint als die echte Kunstwelt, in die sich nach und nach Unschärfen einschleichen.

Was so komplex klingt, ist am Ende dann aber doch recht banal – ein Beziehungsdrama als Psychopuzzle, düster, künstlich verschachtelt und tendenziell prätenziös, scheinbar tiefgehend und doch nie seine Oberfläche verlassend, ein hochwertiger, atmosphärisch interessanter Film, der doch nur um sich selbst kreist und dem Zuschauer im Gegensatz zu Werken von Lynch oder Refn kein Geheimnis mit nach Hause gibt.

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