Review

"Pets" ist ein weiterer Film von den Minion-Macher und soll uns zeigen, was unsere geliebten Haustiere so zuhause anstellen, wenn wir auf der Arbeit sind.

Ich kenne zwei Menschen von Leuten: Tierliebhaber (so wie ich - 2 Hauskatzen) oder eben Menschen ohne Tiere. Und wer fragte sich nicht schon in einer komischen Situation selbst, was wohl jetzt die Haustiere zuhause anstellen ? Ich glaube eigentlich fest dran, dass sie pennen, Poker spielen oder meine Pornosammlung auf dem Rechner löschen, aber "Pets" will uns etwas anderes zeigen:

Hauptaugenmerk ist hier der braun/weiß gefleckte Terrier Max (Jan Josef Liefers), der jeden Tag auf sein Frauchen Katie (Stefanie Heinzmann) wartet, bis sie zurück kommt um zu schmusen und die anderen Perversionen die man mit Tieren anstellt, veranstalten kann - Hauptsache nicht allein in der Wohnung. Wenn auch die Nachbarstiere (bunt gemischte Tierarten) jeden Tag ne Art Party veranstalten.
Knackpunkt ist jedoch, als Katie mit einem zweiten, etwas älteren Hund, den sie aus dem Tierheim geholt hat, nach Hause kommt.

Max sieht Rot und will den etwas großgeratenen und fettleibigen Duke (Dietmar Bär) mit allen Mitteln loswerden. Koste es, was es wolle. Es ist sein Frauchen, sein Revier und er will keine Liebe teilen. Während der Anfeindungen kommen sie in eine Zwickmühle, die sich in den tiefsten Gassen bzw Kanalisation abspielt, in der sie  von Anführer Hase Snowball (Fahri Yardim) alle verstoßenen Haustiere finden, die keine Menschen und vorallem verzogenen Haustiere wie Max und Duke wollen.
Während das unfreiwillig zusammengebastelte Duo ums Überleben kämpft, machen sich Max´ Nachbarshaustiere auf die Suche nach ihm und geraten auch in abenteuerliche Geschichten...


Nun okay, erstmal das Gute: "Pets" enthält viele Witze, bei denen man sein eigenes Haustier erkennt, und noch weitere Gags, die einen zum Schmunzeln bringen. Der Soundtrack ist für so einen Film ziemlich außergewöhnlich( Nu Metal sei dank) und auch die einzelnen Charakter sind gelungen. Positiv hinzufügen will ich, dass dieser Film keine "LSD-Achterbahnfahrt" für das Auge ist, so dass man angenehm ohne Krämpfe sich den Film ansehen kann. Auch die Story, die "Pets" verkörpert, ist bis auf eine einzige Ausnahme gelungen.

Und as wäre folgender Knackpunkt: Der Hase Snowball, ausgestoßen von der Familie, treibt in Gangsterhausen, bzw in der Kanalisation sein Unwesen und verhält sich, insgesamt gesamter Belegschaft, wie ein terrorristischer Affe - das pure Böse. Und wer zum Hammer hält sich Krokodile als Haustiere?

Wie ihr sieht, eckt die Story an diesem Punkt mächtig an, denn verstoßene Tiere SOOO darzustellen, halte ich für komplett übertrieben. Da es ja auch ein Happy End gibt und diese Verstoßenen komplett auf der Strecke bleiben und somit abgrundtief böse (bis auf Hoppelhase) sehe ich hier keine moralische Botschaft, die mich zum Pinsen bringt. Ganz ehrlich: "Rapunzel - Neu verföhnt", "Epic - Verborgenes Königreich" oder "Die Hüter des Lichts" sind diesem Film Lichtjahre vorraus, weil sie eben eine Geschichte erzählen, in denen Jung und auch Alt (!) noch etwas lernen können - vielleicht auch die Welt nicht so finster sehen. Dies ist hier komplette Fehlanzeige wie in so vielen Animationsfilmen in letzter Zeit. Und das gibt einen fetten Punktabzug. Ich will in solchen Filmen belehrt werden, was Gut oder Böse ist, in was es im Leben darauf ankommt, und wenn ich mir schon einen Film mit knapp 75 Minuten Laufzeit gönne, kommt die Essienz viel zu kurz.

Somit bleibt "Pets" ein weiterer Animationsfilm, den man sich mal anschauen kann, aber der nichts aus den Fehlern, anderer Animationsfilme gelernt hat. Trotz des Schwarzen Gürtels will ich bei solchen Filme wie ein Schlosshund heulen.

6/10

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