Erfreulich zielstrebiger und straffer Swordsplay - Flick nach den Geschichten von Gu Long, wobei es um die Vorherrschaft in der Jiang Hu geht.
Third Master [ Derek Yee ] hat diese momentan inne, er gilt als der beste Schwertkämpfer, das ständige Herausgefordertsein stört ihn aber, so dass er seinen Tod vortäuscht und ein einfaches Leben anfängt. Zu früh für Yen Shi-kwan [ Ling Yun ], der sein ganzes Leben nach Ruhm gestrebt hat, und nun endlich eine Antwort auf die Frage will, wer nun die Nummer 1 ist. Es kommt zum TODESDUELL DER TIGERKRALLE [ dt. Titel ].
Hatte ehrlich gesagt leichte Befürchtungen davor, Regisseur Chu Yuan ist nicht gerade für direkte Wege bekannt, meistens kommt es zur einem undurchschaubaren Wirrwarr von Handlungen und Personen, hier nicht. Während auf andere Gu Long Verfilmungen wie KILLER CLANS oder MAGIC BLADE vor- und zurückgegriffen wird - Ti Lung hat als Swordsman Fu ebenso einen Cameoauftritt wie Lo Lieh als Han Tang - , konzentriert sich die Handlung nach dem Anfang zumeist primär auf Yee's Third Master.
Dabei wird er und seine Umgebung beobachtet, wobei er immer wieder in seinen eigentlich normal gedachten Leben von allen Seiten angegriffen wird, bis er eines Tages einer Intrige zum Opfer fällt, die ihm durch eine Vergiftung in 3 Tagen den Tod bringen soll.
Die anderen Personen werden nur ganz kurz umrissen, wahrscheinlich wird genug Wissen vorausgesetzt, Third Master entwickelt sich allein parallel zur Handlung, wobei der 20jährige Derek Yee in einer seiner ersten Rollen zwar keinen allzu starken Eindruck macht - das Cameo von Ti Lung allein zeigt mehr Präsenz -, aber optisch und vor allem mit seiner Mimik hervorragend passt, und in den Actionszenen auch gut zur Geltung kommt.
Diese sind besonders im Mittelteil schön abwechslungsreich choreografiert, das zumeist unblutige Swordsplay wird heftig mit Martial Arts und Sprüngen variiert, wobei diesmal auch Gebrauch von der Einrichtung gemacht wird, diese wird nämlich gründlich demoliert; da kracht auch schon mal einer durchs Dach oder durchprescht die Wände.
Optisch ist der Film eher lyrisch - märchenhaft gehalten, viele rot und blau Kontraste, nachts wabert der Nebel, auch nur in deutlich sichtbaren Studiokulissen gedreht, dazu ein ruhiger, aber treffender Score.
Das Ende kommt fast etwas zu schnell, die knapp 90 min Laufzeit wird ansonsten sehr gut unterhalten.