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Flucht und Lovestory in einer durchorganisierten Zukunft, in der man sorgenfrei sein Leben fristet. Allerdings nur bis zum 30. Lebensjahr. In der Musik,- und Filmbranche gibt es Projekte, die grundsätzlich nicht schlecht sind, jedoch im Laufe der Jahre an Beachtung verlieren, da sie zum Entstehungszeitpunkt zu sehr auf den damaligen Modegeschmack und Zeitgeist ausgerichtet wurden. "Flucht ins 23. Jahrhundert" ist einer dieser Filme. Michael York und Jenny Agutter, das englische Standardprogramm des 70er Jahre Kinos, Frisuren und Kleidung (obwohl es sich um einen Science Fiction handelt) deutlich am 70er Look orientiert und last-not-least die hausbackene Tricktechnik lassen keine Fragen offen. Der Regisseur Michael Anderson ist auch nicht gerade der kreative Autorenfilmer sondern gehört (siehe alle seine Filme) eher zur soliden Handwerkskunst. Trotz all dieser Kritikpunkte und dieser nicht gerade optimalen Mischung für einen beeindruckenden ergreifenden Spielfilm, kam doch ein recht spannender amüsanter Science Fiction dabei heraus. Die Geschichte entwickelt sich geradlinig und wartet zu guter Letzt auch noch mit einer humanistischen Botschaft auf. Heutzutage würde man kurzweiliges, unterhaltsames Popcornkino dazu sagen - was nicht zwangsläufig schlecht sein muß.

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