Review

Stimme ungültig 

Der dritte Teil der Purge-Reihe ist nicht viel schlechter als die Vorgänger. Wer diese schon nicht mochte, wird auch an "Election Year" kein gutes Haar lassen können. Wer sich bei den ersten beiden Säuberungsnächten schon gut unterhalten fühlte, wird auch bei diesem (hoffentlich) Abschluss keinen allzu langweiligen Abend erleben. Frank Grillos Charakter ist zurück und muss nun die politische Gegenkandidatin beschützen, die die Purge sofort stoppen will, sollte sie zur nächsten US-Präsidentin gewählt werden. Da passt es den neuen Gründervätern natürlich hervorragend in den verpeilten Quark, genau sie bei der Wahljahr-Purge ins Fadenkreuz zu nehmen...

Das Thema bleibt die größte und wahrscheinlich einzige echte Stärke des Franchise. Vor allem mit Trump im Rücken. "Election Year" bietet zudem den bisher heftigsten Blutzoll der Reihe, was durchaus befriedigen kann. Frank Grillos Charakter ist weiterhin ein solider Anker und man tut gut daran ihn behalten zu haben. Im Grunde macht er "The Purge 3" zu einem klassischen Actionfilm. Unterhaltsam, längenlos und (oberflächlich) sozialkritisch. Leider gab es das alles auch schon in Teil 2 und das Konzept wirkt mittlerweile arg ausgenudelt, abgenutzt, fast brav und überholt. Außer der Grundprämisse gehen dem Franchise sichtbar die Worte aus. Und die Taten bleiben ebenfalls nur noch spärlich hängen. All das macht "Purge: Election Year" nur für Fans der Reihe empfehlenswert. Falls es die geben sollte. Woran ich arg zweifle.

Fazit: blutiger, dystopischer, lauter - trotzdem geht der sozialkritischen Action-Horror-Reihe langsam aber sicher der Saft aus. Einen weiteren Ableger brauche ich nicht. Obwohl "Election Year" in vielerlei Hinsicht die unterhaltsamste Purge-Nacht sein könnte...

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