Review

kurz angerissen*

Unsere Erde zeigt sich von einer durchaus hübschen Seite in der Fortsetzung zum Bronson-Remake "The Mechanic", das eigentlich von ziemlich schmutzigen Jobs handelt. Exotische Länder wie Thailand, Malaysia, Brasilien und Australien gastieren als Statisten, während Jason Statham seine Routine vom coolen Auftragskiller ein weiteres Mal vorbringt.

So gesehen ist das internationale Debüt von Dennis Gansel ("Die Welle", "Wir sind die Nacht") eine Fortsetzung zu jedem anderen Statham-Film und muss sich als spezielles Sequel zum 2011er-Original von Simon West schon durch Setpiece-Mementos wie ein Schwimmbad hervorheben, das vormals Schauplatz des Auftaktkills war und hier in der Manier von "größer, weiter, besser" schon mehrere hundert Meter über dem Boden auf dem Dach eines Hochhauses freischweben muss, um noch einen draufzusetzen.

Überhaupt gehören die Aufträge, denen sich Stathams Figur wider Willen stellen muss, zu den direkten Anknüpfpunkten, vor allem die Besonderheit, sämtliche Anschläge auf die Zielpersonen als Unfall aussehen zu lassen. Gerade hier versagt das Drehbuch gewaltig: Als wäre es so schwer, glaubwürdige Unfälle zu inszenieren, wird die mit viel Aufwand vehinderte Tötung eines Ziels verhindert, um es kurz darauf ähnlich unbeholfen doch abzumurksen. Da die Professionalität bei jedem Statham-Charakter eines der Hauptmerkmale darstellt, stehen derartige Auflösungen beim geschulten Publikum natürlich unter besonderer Beobachtung, so dass jede Schlampigkeit bestraft wird. Und dies zu Recht; denn was bliebe bei einem Statham-Actioner sonst übrig?

In diesem Fall vor allem ein recht zäher Einstieg, dessen traumhaft schöne Palmen- und Strandbilder samt Jessica Alba im Bikini elegant von der Actionarmut abhalten, die hier vermutlich als besonderer Kniff verkauft wird (frei nach dem Motto: Zurückhaltung zwecks Lustgewinn). Tatsächlich muss man sagen, kracht es dann im weiteren Verlauf immer mal ganz ordentlich. Echtes Kinoformat muss man "Resurrection" zwar in Abrede stellen (es verwundert immer wieder, dass Actionfilme dieses Kalibers bei all der sprechenden Tier-, und fliegenden Superheldenkonkurrenz doch noch regelmäßig Startplätze im Kino ergattern können), sieht aber dann doch recht edel aus und hebt sich damit vom Ostblock-Einerlei deutlich ab. Und am Ende ist es ausgerechnet Stathams Routine, die zumindest noch die Mittelklasse rettet. Vielleicht ist es wahr: Ein Mann braucht seine Regelmäßigkeiten im Leben.

*weitere Informationen: siehe Profil

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