Review

"I think the appeal will be to see Jason Statham in a James Bond/Jason Bourne kind of way. So my take when I came onto the project was to make sort of a ‘dirty James Bond’. We have seen him as a driver, as a cold blooded assassin, as an iconic action hero but I think there is so much Bond in Statham, it’s going to be fun to tease these genre bits of these big franchises into this action thriller. Plus viewers get to see the very fun assassins, and to also see him falling in love. In a lot of Jason’s movies we do not see him romantically involved with emotions and feelings and this time it’s very different – he falls in love and is doing something just to save the love of his life. It is a new way to see Jason."

"I was always a big fan of action movies and in my previous films, to a European standard, lots of action in there but I do not consider them ‘action films’ so when I was reading the script I was like ‘fantastic – this could be Statham’s Bond’. Plus I got to work with some great stunt choreographers and 2nd unit directors who have worked on action movies before, which was a huge asset. At that point, it comes down to preparation and is very important to work with storyboards because if you work with different teams, you need to have a plan to bounce off the stunt people and the actors. In this case Jason was able to tell me what he could do and how it would look on camera. It is all a fun process."

~ Dennis Gansel

Eigentlich ein vergleichsweise mediokrer Erfolg mit knappen 76 Mio. USD Einnahmen gegenüber einem Budget von 40 Mio. USD ist Mechanic: Resurrection auch eine etwas später Fortsetzung von Simon Wests The Mechanic (2011), hat aber trotz schlechterer Kritiken wesentlich mehr eingespielt als das 'Original', welcher selber ja ein Remake von Kalter Hauch (1972) darstellt. Beide Filme sind völlig unterschiedlich in der Gestaltung auch, vielleicht hat die etwas lockere Herangehensweise hier und das tatsächlich (im kleinen Bereich durchaus vorhandene) Bond-Flair dem Film mehr Zuschauer beschert. In fünf Jahren kann und wird sich viel verändert haben, Statham hat sich zwischenzeitlich in Komödien versucht oder ist in die familientaugliche Franchise eingestiegen, er wurde fast bekannter, die Fans von früher für einen Moment auf der Strecke geblieben. Auch hier im Film hat sich einiges getan, noch immer zwar Millennium Films dahinter, wieder Brasilien der Anfang, ein anderes Leben aber, auch die Plattensammlung scheinbar anders, ein Wohnen auf einem Boot jetzt, wahrscheinlich weil er es satthatte, den Rasen vor dem Haus zu mähen. Die Freiheit wird nur kurz gezeigt, sich nur kurz daran erfreut, auf den Vorgänger verwiesen, eine Erpressung im Gange, eine Manipulation, mehrere Menschen involviert, als Ziel, als Opfer, als Drahtzieher und als Ausführender:

Seit er seinen Tod vorgetäuscht hat, lebt Arthur Bishop [ Jason Statham ] unter dem Namen Santos zurückgezogen in Rio de Janeiro. Er wird von der Kurierin Renee Tran [ Rhatha Phongam ] angesprochen, die seine wahre Identität kennt und erklärt, dass ihr Auftraggeber Riah Crain [ Sam Hazeldine ] von Bishop verlangt, drei Zielpersonen zu töten und deren Tod als Unfall zu suggerieren. Bishop entkommt ihr und ihren Söldnern und flieht nach Thailand, wo er im Strandhaus seiner Freundin Mei [ Michelle Yeoh ] auf einer Ferieninsel bald auf Gina Thornton [ Jessica Alba ] trifft, die als Köder für ihn ausgelegt ist.

Zumindest kommt man gleich zum Punkt, eine erste Rauferei, gleich mehrere Schergen im Angriff, zum Scherzen nicht aufgelegt, auch eine Frau wird hart angegangen, der Rest teilweise verbrannt, verkohlt, mit scharfen Gegenständen verletzt oder die Knochen gebrochen, wenn man Glück hat, wird man bloß ausgeknockt, die Choreografie durchaus effektiv und trotzdem trocken. Bunter ist ansonsten der Film, touristischer, illusionistischer, mit wechselnder Tricktechnik, mehr schlechter als besser, gerade explosionstechnisch, was beim Vorgänger richtig gut aussah, ist hier ein laues Lüftchen, ein Pixelbrei, um den sich keiner schert und kümmert. Improvisation und Impressionen als die halbe Miete, werden die Kontinente durchkreuzt, alte Kontakte geknüpft, neue Personen getroffen, die Besetzung ist prominenter, nicht immer zum Guten. Sand- und Palmenstrände werden gezeigt, die Urlaubssaison, dazu etwas auf die Tränendrüse gedrückt, sich in fremde Angelegenheiten eingemischt, Umwege gemacht, um die Geschichte voranzubringen und zu entwickeln, ein Druckmittel und mehrere Persönlichkeiten und Perspektiven, alles nicht so wirklich wichtig, “Es sollte nur gespielt sein“, eine Umständlichkeit, ein Umweg der Geschichte, mitsamt einer Romanze, Gefühle füreinander, den Meisten wahrscheinlich egal, auch so behandelt, man wartet auf die Action, selbst aus dem Meer gestiegen wird hier wie bei Bond, Craig damals aber in besserer Form als Statham. Postkartenbilder werden aufgenommen, die Alba im Bikini, Wandporträts zu Marketingzwecken, zum Filme strecken. Alles erfolgt so, wie vorher geplant und angesagt, eine längere Einleitung dafür, dass die Saison vorbei ist, ist auch noch ordentlich was los auf der Insel, wird man verkuppelt, die Rolle von Yeoh auch undankbar, als Reiseveranstalter hier, etwas bis viel Leerlauf präsentiert.

Gansel trifft da keine Schuld, er hat das nicht verfasst, nicht ausgedacht, nicht geschrieben, es ist sein Hollywood-Debüt, er wird das Beste daraus gemacht haben, es wird ein bisschen in der Vergangenheit gewühlt und erklärt, “Du kannst nichts dafür.“, geküsst und umarmt und geliebt im Fernen Osten, das erste Drittel reine Stagnation, ein teurer Werbespot, kein grimmiger Thriller. Eine Weltgeschichte hier, nach einer halben Stunde ist man wieder an dem Punkt vor der ersten Prügelei, ein Pfund Semtex mit als Mittel der Wahl, eine Gesprächsführung, eine 'Verhandlung', eine Auftragslage, drei Auftragsmorde, eine Auftragsbestätigung. Zuweilen sieht der Film auch teuer aus, teurer als der Erste, welcher erst am Ende den Radau zündete und vorher ein graues Geschehen war, hier wird mit Yachten, Hubschraubern und anderen Statussymbolen gespielt, dann erst ans Werk gegangen, die Vorbereitung, die Planung und Umsetzung, das zuweilen auch wortkarg gehalten, die passende Lösung gefunden, die Exekution, #1 auf einer Gefängnisinsel, de facto wie ein ganz anderer Film. Eine eigene Spannung wird dennoch nur selten entwickelt, trotz Statham im Genre, trotz Diversitäten in der Handlung, die dann nach vorne strebt und die Fristen setzt, die zwischen Gesäusel und Gesäumten und 'Gekröse' schwebt, eine gewollte Neuausrichtung der Person Bishop vielleicht auch, was sich trotz Erfolg nicht erfüllt, kein Gespräch einer weiteren Eskalation, eines abermaligen Verlaufs.

Statham selber derzeit wieder auf Erfolgstour, mit dem, womit er eigentlich angefangen und begonnen hat, der Einzelkämpfernatur, The Beekeeper (2024) dazu noch unnötigerweise politisiert, nicht im Film, über den Film, die Kritiken dessen und des A Working Man (2025) vergleichsweise positiv, was zuletzt nicht der Fall war, eine Art Comeback hingelegt, hier noch weit entfernt von, es sei denn, man hat nur die Gewinnspanne im Blick, im kommerziellen Bereich nicht ganz unwichtig. Ab der Hälfte des Geschehens dreht Gansel durchaus wie West, rasche Umsetzung, einige Stunts eingeworfen, die Idee mit dem freischwebenden Pool durchaus seinen eigenen Reiz, dazu ein paar Härten, ein Angriff auf ein Boot, in den Nahkampf und Vollzug (im Showdown) gegangen, ein Zeichen der Liebe, “Der Spaß hat ein Ende.“, eine unsichtbare Festung als Aufenthaltsort für #3, quasi dem Blofeld sein Museum, zudem spart man am bulgarischen Schauplatz, dem Drehort; außerdem hebt Tommy Lee Jones den Film an mit seinem fünfminütigen Auftritt (plus den Shootouts), er gibt ihm etwas Würde, so wie Sutherland im Erstling.







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