Micheal Peele spielt einen soeben von seiner Freundin verlassenen Verlierer, der eine streunende Katze bei sich aufnimmt. Das niedliche Tier versüßt ihm zunächst ein wenig den tristen Alltag, bis die Katze plötzlich bei einem Einbruch gestohlen wird. Zusammen mit seinem besten Freund, gespielt von Keegan-Michael Key, versucht er, sich sein Haustier zurückzuholen. Dafür müssen sich die beiden jedoch als knallharte Gangster ausgeben.
In den USA haben sich Keegan-Michael Key und Jordan Peele beim TV-Sender Comedy Central als Duo einen Namen gemacht. Da dürfte der erste gemeinsame Film der beiden Komiker vor allem von den Fans durchaus sehnsüchtig erwartet worden sein, zumal die gemeinsame Serie 2015 zu Ende gegangen war. „Keanu“ dürfte aber viele davon enttäuschen. Ein paar Frotzeleien und Wortgefechte sowie ein Schuss schwarzer Humor sind zwar vorhanden, doch insgesamt wird nicht mehr als halbwegs solide Unterhaltung geboten.
Die Absurdität der Geschichte, die zumindest hier und da mal ein Schmunzeln entlockt, wird zu selten ausgespielt und damit in echte Lacher umgemünzt. Dabei hätten die Umstände den perfekten Nährboden dafür geboten: Sämtliche Gangsterbosse, Drogenbarone und Unterweltgrößen wollen das titelgebende Kätzchen Keanu in ihre Hände bekommen und schrecken dafür vor keiner noch so blutigen Bandenfede zurück. Key und Peele spielen dann die beiden etwas verschrobenen Durchschnittstypen, die sich zwischen die Fronten verirren. Hätte zum Schreien komisch werden können, wenn man viele der Gags nicht schon in diversen anderen Gangster-Klamotten oder Action-Komödien gesehen hätte. Der eine oder andere Lacher ist aber doch dabei.
So sind es letztlich die passablen und etwas bleihaltigen Action-Szenen, die durchaus brutal und mit etwas schwarzem Humor garniert für ein paar kleinere Highlights sorgen. Dennoch dürfte es Key und Peele mir ihrem Film nicht gelingen, als Duo über den Kreis der Fans hinaus bekannt zu werden, wenngleich die beiden durchweg spielfreudig und überzeugend agieren. In den USA spielte „Keanu“ gerade einmal gut 20 Millionen Dollar ein, im Ausland erschien er zumeist - wenn überhaupt - auf DVD. Und denjenigen, die den Film gesehen haben, dürfte womöglich das Kätzchen eher in Erinnerung bleiben, als die beiden Hauptdarsteller.
Fazit:
„Keanu“ ist eine solide Action-Komödie, die nicht aus der großen Masse an Genrefilmen heraussticht. Von einem angesagten Comedy-Duo, wie Peele und Key es bilden, wäre mehr zu erwarten gewesen.
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