Review

Das Kitzelmonster


Kitzeln - das ist eigentlich witzig, unschuldig und bis zu einem gewissen Grad auch normal, 
es dauert lange bis es wird zu einem Machtspiel, einer Folter, einer Qual. 

In „Tickled“ stößt ein neuseeländischer Journalist auf witzige „professionelle Kitzelvideos“ im Netz, 
da hätte er noch niemals gedacht, dass er gerät in Gefahr und in Konflikt mit Justiz und Gesetz. 

Doch er piekst in ein ganz bitteres Netz aus Wespen, 
und er ist mutig und ausdauernd genug, die Sache und sein Glück mal gründlich zu testen. 

Mehr will ich nicht verraten, 
denn diesen heftigen Weg und diese Wendungen will man natürlich nicht verbraten. 

Für Fans von „Don't Fuck With Cats“ bis „Tiger King“, 
führt dieser investigative Journalismus schon zu einem sprachlos machenden Ring. 

Ich wusste wenig, hätte vielleicht sogar noch etwas mehr Dunkelheit erwartet, 
doch auch ohne Tote und Morde sitzt man oft ungläubig da, wenn die Reise mal wieder abbiegt und ausartet. 

Über Macht, Bullies, Rache und die Gefahren des Webs, 
sind das hier schnell eher Tiefschläge und Kinnhaken als schmunzelnde Jabs. 

„Tickled“ greift mutig in Schmutzwäsche, Fetischs und Traumata, 
auch der immer bewundernswert stoische und ruhige Regisseur macht sich hier ein Stück weit zum Star. 

90 Minuten, die man sich gerne durchkitzeln lässt, 
selbst wenn's mit der Zeit eher weh tut und stresst. 

Fazit: zuerst witzig, dann spannend, dann gruselig, dann fast schon traurig - und die ganze Zeit über ziemlich unglaublich! „Tickled“ ist eine tiefgreifende Doku über viel, viel, viel mehr als nur das Kitzeln... 

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