Review

Der Super-Computer eines Konzerns hat für heuer (also 1972) das ideale Weihnachtsgeschenk ausgespuckt: "Mozartpuppe mit Bonanzahut & Maschinengewehr singt Wolgalied." Da man gleich 2 Mio. dieser Puppen in Wien produzieren lassen will, kommen bloß zwei Firmen in Frage, die allerdings miteinander verfeindet sind. Die Firma Wiesinger & Sohn nimmt den Auftrag (irrtümlich) an, weil der Herr Wiesinger sen. (Fritz Eckhardt) ein Trottel ist. Der Herr Wiesinger jun. (Peter Weck) ist zwar kein Trottel, dafür ein Schürzenjäger.

Um herauszufinden, ob die Firma Wiesinger den großen Auftrag überhaupt packt, schleust der Konzern dort eine Spionin ein, nämlich Trixie Schneider (Uschi Glas), die für den Junior-Chef prompt als Sekretärin eingestellt wird. Allerdings verkleidet, da der Senior-Chef darauf besteht, dass die Sekretärin für seinen Sohn auf keinen Fall hübsch sein darf. Also setzt sie eine Brille auf, zieht sich eine schäbige Perücke über & malt sich Sommersprossenpunkte ins Gesicht & voilà... ist sie hässlich! Ganz unproblematisch verläuft das Einstellungsgespräch dennoch nicht.

Wiesinger sen.: "Sie, wer sind Sie?" Die Trixie: "Ich bin die Miss..." Wiesinger sen.: "Was, Miss?" Die Trixie: "...geburt aus dem Auto." Wiesinger sen.: "Ah, ja, stimmt."

Die zukünftige "Sekreteuse" & ihre Arbeitgeber kamen sich nämlich bereits zuvor in die Quere, bei der Einfahrt. Da Trixie von rechts kommt, hätte sie ja Vorfahrt gehabt, aber das sehen die Wiesingers nicht so & beschimpfen die olle "Gewitterziege". Wer hier lacht, hat Glück, denn lustiger wird es nicht mehr. Auf eine bizarre Weise ist es schon erstaunlich, wie sicher Regisseur Franz Josef Gottlieb das "Niveau" bis zum Ende hält. Ein müder und/oder lahmer, viel zu lange ausgespielter Gag reiht sich an den nächsten, bis zum zweiten (& letzten) Mal Herbert Fux als Trottel-Polizist auftaucht & der Folm endlich aus ist.

Natürlich gibt’s auch eine "herzerwärmende" Love-Story, da sich Wiesinger jun. in die Trixie verliebt, als er sie abends in einem Restaurant trifft, nicht ahnend, dass er sie eh die ganze Zeit im Büro um sich hat. Action gibt’s auch, als der dämliche Prokurist irrtümlich einen Zug in Bewegung setzt. Und später "explodiert" gar ein Boot auf dem Wörthersee. Die Uschi & der Peter sind okay, während sich Fritz Eckhardt, den ich noch vage als Oberinspektor Marek in alten Tatorts in Erinnerung habe, miesmutig durch das Geschehen grantelt. Was für ein Schmarrn! Oder anders ausgedrückt: A festa Topf'n.

3-4/10

Details
Ähnliche Filme