Inhalt:
Macau, die portugiesische Enklave in China, während der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Li, der Bruder von Chan Chang (Bruce Li Shao-Lung) und Shao San (Hon Gwok Choi) wurde brutal ermordet, als er die Machenschaften von Wu Song (Ku Feng), dem Boss eines Rauschgift-Rings, aufdecken wollte.
Chan kehrt zu seiner blinden Mutter (Wang Lai) und seinem Bruder Shao zurück..., und muss seiner Mutter schwören, niemals mehr zu kämpfen und somit für seinen Bruder Li Rache zu nehmen.
Er hilft seiner Mutter nunmehr ausschließlich in deren Ladengeschäft.
Dennoch sehen die Drogen-Gangster in Chan eine Gefahr..., zumal er bei seinem Meister Wan Kung (Lau Hok-Nin) ein ausgezeichnetes KungFu erlernte. Der Unter-Boss der Verbrecher (Fong Yau) und deren schmieriger Scherge Chung (Ngai Ping-Ngo) wollen Chan ausschalten..., und ihn hierzu zu provozieren wieder zu kämpfen..., damit sich die Behörden um ihn kümmern und kein Verdacht auf die Gangster fällt. Doch Chan bleibt eisern....
Jetzt heckt Chung einen geradezu perfiden Plan aus. Einer der Schüler Wan Kung´s, Su Tang (Tang Yen Tsan), ist in die Tochter des Meisters, Chien (Choi King-Fai), verliebt. Diese will jedoch von Su nichts wissen, und Su meint, Chan hätte ihm dieses Mädchen ausgespannt!
Somit zieht Chung den jungen Mann auf die Seite der Verbrecher und will ihn gegen Chan ausspielen.
Schließlich wird Meister Wan Kung brutal getötet..., und Chan wird die Schuld in die Schuhe geschoben..., er soll gehängt werden!
Und auch Shao San und die Mutter von diesem und Chan werden getötet!
Doch Yu (Chow Siu-Loi) und dessen äußerst attraktive Tochter (Michelle Yim) werden Zeuge eines Gesprächs zwischen Wu Song und dem Unter-Boss...., wonach Su Tang der Mörder ist.
Chan kann von Yu und seiner Tochter befreit werden...., und Chan begibt sich nunmehr auf seinen blutigen Rache-Feldzug.
Letztendlich stehen sich Chan und Wu Song zum finalen Duell auf Leben und Tod gegenüber.......
Fazit:
Wenn Sie meine Arbeiten aus meiner Anfangs-Zeit hier gelesen haben und von andernorts schon kennen..., so werden Sie bemerkt haben, dass ich von der Einhackerei alter Arbeiten hier etwas Abstand nehme..., und auch mal andere Filme hier vorstellen möchte.
Derweil glauben einige Protagonisten aus der 2. Reihe der ehemals bestehenden website wohl nicht mehr daran, dass die Hauptverantwortlichen dieser website eine neue website aufbauen, und versammeln sich nunmehr in einem unbedeutenden Forum.
Warum man etwas mühselig aufgebautes unnötig einreißt, wenn denn nichts neues kommt...., bleibt indes ein Geheimnis.
Kommen wir zum vorliegenden Film "Die Rückkehr der Todeskralle"...: Im Jahre 1979 schuf Regisseur Tu Lu-Po dieses beinharte, unterhaltsame und geradlinige Eastern-Drama der Bruceploitation-Gattung..., der wenngleich kostengünstig wirkend und mit kleinen Schwächen behaftet, eines der gelungeneren Werke dieses Sub-Genres darstellt.
Tu Lu-Po verbindet hier eine geradlinige und durchdacht inszenierte Handlung mit melodramatischen Elementen, Eifersucht, Habgier und brüchiger Männlichkeit..., die sich dann in exzessiver Gewalt entlädt.
Bruce Li ist hier der Held..., der Held wider willen letztendlich. Dieser schwört seiner Frau Mama nie mehr zu kämpfen..., jedoch lassen ihn die Mörder seines Bruders nicht in Ruhe..., provozieren ihn so lange, bis er wieder fightet. Bruce spielt das überzeugend..., und zeigt einen präzisen und harten Kampf-Stil.
2 Stars der Shaw Brothers sind hier zu entdecken..., Ku Feng spielt den Haupt-Villain, wenn auch nur in der letzten halben Stunde dieses Streifens. Er tut dies gewohnt souverän.
Tang Yen Tsan, bei Shaw oft im Schatten der Granden dieses legendären Studios stehend, hat hier eine ausgeprägtere Rolle inne..., und darf hier endlich mal zeigen, dass auch er ein exzellenter KungFu-Kampfkünstler ist. Seine Rolle ist letztendlich eine Schlüssel-Rolle..., denn er bringt den Eifersuchts-Aspekt hier als sich gehörnt fühlender Liebhaber eines Mädchens, dass aber gar nichts von ihm wissen will....
Ngai Ping-Ngo ist mal wieder der schmierige Intrigant, der andere aufeinander hetzt. Ich kenne diesen Darsteller in gar keinem anderen Rollenbild...., vielleicht spielt er sich ja immer irgendwie selbst. Aber das ist mal wieder gekonnt, was er an schleimiger Hintertriebenheit hier bietet.
Hon Gwok Choi als hampelnder Bruder und Sidekick des Hauptdarstellers Bruce Li ist hier ein Schwachpunkt. Als Hampel-Huber soll er hier für etwas Witz sorgen...., kommt eher dümmlich rüber.
Die anderen agieren solide, Fong Yau überzeugt als 2. Bösewicht, und die Darstellerin Michelle Yim sorgt für sex-apeal, wer würde die attraktive Michelle schon von der Bettkante schubsen....? Ich jedenfalls nicht....
Hass, Eifersucht und Brutalität..., dass muss zu Gegengewalt führen..., und so kommt es natürlich zu physischen Auseinandersetzungen...., und KungFu ist in einem Eastern natürlich das Wichtigste. Gleichwohl die Storyline schon bemerkenswert dramatisch ist und die Atmosphäre durch düstere Bilder -und oft regnet es bei Blitz und Donner- gekennzeichnet ist.
Die KungFu-Fights sind von präzise choreographierten Techniken durchzogen, rau, intensiv und knallhart in ihrem Ablauf.
1 vs 5-Fights sind ebenso dabei wie derbe Duelle..., und der finale Fight mit besonderem Ende zwischen Bruce Li und Ku Feng ist natürlich Höhepunkt zum Schluss hin.
"Die Todeskralle kehrt zurück" ist eines der gelungeneren Eastern-Werke der Bruceploitation..., düster und beinhart..., ein KungFu-Drama mit Schauspielern, die menschliche Schwächen und gebrochene Figuren durchaus gekonnt verkörpern.
Lohnt sich für Eastern-Fans...., und es gibt von mir 7,5/10 Punkte für diesen gutklassigen Streifen.