"Kill Command" ist so eine Mischung aus "Terminator", "Robocop" und "Aliens - die Rückkehr" sozusagen mit eigener "Duftmarke" und Ausgestaltung.
Die Story ist schnell erzählt: Ein Rüstungskonzern hat auf einer abgelegenen Insel ein militärisches Testgelände zur Erprobung seiner Kampfroboter angelegt. Regelmäßig werden erfahrene Soldaten eingesetzt, um dort gegen die Roboter anzutreten, die dadurch Kampferfahrungen sammeln. Die neuste Generation der Kampfroboter lernt ständig dazu und darf sich selbst re-programmieren. Eine dumme Idee, wie sich bald herausstellt...
Eine Truppe G. I. und eine transhumanistisch mit Elektronik-Implantaten vollgestopfte Mitarbeiterin des Konzerns merken ziemlich schnell, dass es diesmal kein bloßer Übungs- und Protokollierungseinsatz wird. Den Bots ist es auf Dauer zu langweilig gegen Übungssubjekte anzutreten... sie möchten gerne etwas mehr Motivation und Kampfgeist in Ihren Gegnern entflammen.
Der Film macht soweit alles richtig, er hat alles, was ein brauchbarer SciFi-Action-Kracher grundsätzlich braucht. Wieso sprengt er dann nicht die Bewertungsskala?
Es fehlt an ausgeklügelten Ideen. Kämpfe laufen überwiegend erwartungsgemäß ab. Die besondere Persönlichkeits- und Charakternote des Bösewichts fehlt. Auch mangelt es an kleinen Überraschungen und liebevoll detaillierten Ausschmückungen. So kommt alles etwas schnörkellos daher, obwohl die Roboter wirklich sehr gut animiert sind und auch optisch einiges hermachen. Für den großen, weiten Wurf ist der Showdown etwas karg und knapp geraten und auch sonst fehlt es an Biss, knackigen Sprüchen und Humor. Trotz teils guter Kulissen glaubt man sich stellenweise in einen Waldnaturfilm verirrt zu haben. Auch wird die Story nicht weiter ausgeschmückt mit Details, um dem ganzen mehr Tiefe zu verleihen. Hintergründe fehlen. Philosophische Anspielungen ebenfalls. Eine Botschaft oder Anregung, die man dem Zuschauer auf den Weg geben möchte, gibt es nicht. usw.
Fazit: Ein passables Werk, das sein Potential leider nicht voll auszuschöpfen vermag. Obwohl nicht atemberaubend oder überragend für Genre-Fans durchaus sehenswert. (6.5/10)