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Eigentlich eine lobenswerte Idee, Langzeitarbeitslose von der Straße zu fischen und sie in einem Horrorfilm mitwirken zu lassen. Einige ehemalige Mitglieder der 90er Boygroups wie „Backstreet Boys“ oder „NSync“ performen noch nicht einmal schlecht, nur sollte jemand wie Nick Carter eher Songtexte denn Drehbücher verfassen.

In einer postapokalyptischen Welt ist das Land von den Zombies, den Copperheads bevölkert, während einzelne Überlebende ein tristes Dasein führen. Dies wird neuerdings von der Voodoopriesterin Apocolypta (Debra Wilson) bedroht. So müssen sich Jack (Nick Carter) und seine Freunde zusammenraufen, um nicht nur gegen die Untoten zu bestehen…

Die Mischung aus Roadmovie, Zukunftsmusik und Zombietreiben findet nur selten die goldene Mitte. Unterteilt in sechs Kapitel ist eigentlich nur das letzte von Bedeutung, da hier zumindest ein wenig Spannung aufkommt, während anderweitig zuviel Drumherum mit Dialoglast geboten wird. Zwar kommen die einsamen Landschaften mithilfe einiger gelungener Kamerafahrten recht gut zur Geltung, doch Konfrontationen finden nur selten statt und werden meistens binnen weniger Kopfschüsse per CGI erledigt. Blut spritzt zwar und einige Köpfe platzen, jedoch geht es zu keiner Zeit wirklich derb zur Sache.

Stattdessen latscht die konturlose Gang durch die Gegend, von der eigentlich nur Whiskey Joe (Joey Fatone) einigermaßen markant rüberkommt. Indes nervt der Handlanger der Voodoopriesterin aufgrund unentwegten Kicherns, eine Stippvisite im Puff bringt ebenfalls keine Abwechslung und erst in den letzten fünf Minuten, als es zur finalen Konfrontation kommt, ist eine minimale Spannungssteigerung auszumachen.

Passabel fällt letztlich die Aufmachung der Zombies aus, das Make-up ist zweckdienlich, nur schauen einige Komparsen direkt in die Kamera, einer kann sich gar die Freude am Mitwirken nicht verkneifen und grinst ein wenig. Durchschnittlich performen die meisten übrigen Mimen, lediglich Debra Wilson macht sich sehr gut als kahlköpfige Natter, zudem überzeugt sie mit bedrohlich wirkenden Körperhaltungen und einer ausgefeilten Aufmachung.

Der Rest der Chose stinkt dagegen mächtig ab, denn dramaturgisch kommt hier nichts Unterhaltsames zustande, noch können die Auseinandersetzungen mit den Untoten etwas ausrichten. Die Sets schüren zwar minimale Endzeitstimmung und einige der ehemaligen Musiker performen besser als erwartet, doch die Mischung kommt zu wenig aus dem Quark und langweilt überwiegend, bevor es in den letzten Minuten doch noch ein wenig zur Sache geht. Da werden wohl bald wieder einige Leute auf der Straße landen…
3 von 10

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