Review

Selbst die handwerklich gelungenen Beiträge über eine Gruppe Überlebender innerhalb eines postapokalyptischen Szenarios mit zombieähnlichen Angreifern ähneln sich mittlerweile. Auch vorliegender Streifen folgt ein paar merklichen Inspirationsquellen, doch inhaltlich serviert uns Regisseur William Kaufman rein gar nichts Innovatives.

Einzelkämpfer Rourke (Johnny Strong) rettet Sam (Chelsea Edmundson) vor einer Vergewaltigung durch Gangster. Sie lotst ihn in ein Lager mit Überlebenden unter der Leitung von Frank (Lance Henriksen), der zunächst wenig vom Neuankömmling hält. Doch um sich gegen die anstehende Invasion der Vampirzombies zu behaupten, benötigt die Truppe Rourkes Hilfe…

„Zompires“ nennen die Macher ihre flink agierenden Geschöpfe, welche aus einer Seuche entstammen, die vor drei Jahren unter nicht erwähnten Umständen ihre Lauf nahm.
Der schweigsame Held trägt üblicherweise ein Trauma mit sich herum und während im Verlauf Kameraden oder Familienangehörige sterben, muss sich die Gruppe regelmäßig den Angriffen der Biester entgegenstellen, welche bei Tageslicht ankokeln.

Die Settings können überzeugen und schüren eine angemessene Endzeitstimmung, die Ausstattung mit Schutt, Asche und verwaisten Fahrzeugen ist stimmig, was die Kamera angenehm ruhig und schnörkellos einfängt. Bei etwaigen Angriffen wird es hingegen zuweilen etwas unübersichtlich, zumal einige Auseinandersetzungen auf recht engem Raum stattfinden und die Ausleuchtung manchmal etwas dürftig ausfällt.

Gewalteinlagen gibt es aufgrund eines immens hohen Bodycounts schon, jedoch stammen die meisten Einschüsse aus dem Rechner. Zwei Effekte des Verbrennens im Tageslicht können sich demgegenüber sehen lassen, bei einigen Explosionen durch Handgranaten waren die Pyrotechniker allerdings ein wenig sparsam, was einen entsprechenden Druck vermissen lässt.

Das Erzähltempo ist etwa ab Mitte der Geschichte konstant hoch, Momente der Action sind gut verteilt, nur leidet der Rest ein wenig unter Oberflächlichkeiten. Viele Nebenfiguren sind weitgehend austauschbar, Zeit für Emotionales oder gar Aufheiterndes wird nicht eingeräumt, nur der Score von Hauptdarsteller Strong sticht positiv hervor, obgleich er in Teilen vom ähnlich gelagerten „28 Days Later“ abgekupfert ist.

Neuigkeiten von der Zombiefront sind ergo nicht zu berichten, nur dass die Angreifer jeweils über ein koordinierendes Alphatier verfügen, was unweigerlich zu einem entsprechenden Showdown führt. Phasenweise nicht unspannend, atmosphärisch stimmig und solide performt, dürfen sich Freunde moderner Zombieaction über passable Unterhaltung freuen, sollten ihre Erwartungen jedoch nicht zu hoch ansetzen.
6 von 10

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