Ein Hancock-Film ist handwerklich immer sauber inszeniert, auch "The Founder" ist so ein typisch patriotischer Wohlfühlfilm bei dem man nichts falsch machen kann. Und so kann man sich dann auch getrost berieseln lassen und die überzogene Michael Keaton-Selbstdarstellungs-Show geniessen. Am Ende des Films muss man einfach zu McDonads gehen. Und ich muss zugeben, es macht durchaus auch Spass, diese Erfolgsgeschichte mitzugehen und zu erleben, wie ein Mann sich zum Milliardär hocharbeitet.
Doch sind wir mal ehrlich: Ray Kroc war vermutlich ein Schwein, dass die McDonalds-Betrüger so gehörig verarscht hat. Ein Mann, der über Leichen geht und sein Imperium auf Kosten anderer aufbaut. Nicht sehr sympathisch! Und auch, wenn genau diese Eigenschaften im Film zwar angesprochen werden, so wird es aber auch verniedlicht. Gehört halt dazu zum Business - Echt amerikanisch - Yeah! In der letzten Szene steht ein eitler Ray Kroc vor dem Spiegel und übt eine seiner Reden. Ein seltener Anflug von Demaskierung eines Narzisten. Doch so sympathisch wie Keaton rübergebracht wird, reicht das nicht, um den Gangster (was er ja eigentlich ist) zu entlarven.
Sorry, für so wenig Kritik gibts nur den Querdaumen!