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„Money Monster“: Solider Thriller mit vorhersehbaren Wendungen

Jodie Foster liefert mit Money Monster einen spannenden Wirtschaftsthriller, der aktuelle Themen wie Finanzbetrug und Medienmanipulation behandelt. Der Film beginnt mit hohem Tempo und einer packenden Geiselnahme, getragen von den starken Performances von George Clooney und Julia Roberts. Jack O’Connell bringt als verzweifelter Investor eine intensive, emotionale Note ein, die das Geschehen zeitweise unvorhersehbar macht.

Trotz des vielversprechenden Einstiegs verliert der Film jedoch an Schärfe, sobald die Handlung in konventionelle Muster verfällt. Die Auflösung des Finanzskandals wirkt etwas zu simpel, und einige Figuren bleiben blass oder klischeehaft. Besonders der moralische Zeigefinger, den der Film gegen gierige Banker erhebt, fühlt sich stellenweise zu plakativ an.

Visuell überzeugt Money Monster mit dynamischer Kameraführung und einer dichten Atmosphäre, doch das Drehbuch bietet wenig Überraschungen. Die Spannung hält sich über weite Strecken, allerdings sorgt die vorhersehbare Story dafür, dass der Film nicht das volle Potenzial seiner brisanten Thematik ausschöpft.

Insgesamt ist Money Monster ein solider Thriller mit guter Besetzung und ansprechender Inszenierung, der aber hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Für einen unterhaltsamen Abend reicht es, doch für ein wirklich fesselndes Drama fehlt die erzählerische Tiefe.





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