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Mittlerweile tritt der Nachwuchs in die Fußstapfen bekannter B-Movie-Gesichter: Fiona Dourif, die deutlich an den markanten Augen ihres Vaters Brad auszumachen ist, bekleidet die Hauptrolle, während Jake Busey in einer nicht unerheblichen Nebenrolle ebenfalls eine deutliche Ähnlichkeit zu Vater Gary aufweist. Die Story wäre allerdings zu den Glanzzeiten der Väter bereits kalter Kaffee gewesen.

Dana (Fiona Dourif) und Charles (Kevin ) begehen ihren Jahrestag beim Camping im Wald, als das Grölen und Ballern einiger Rednecks ihre erste Nacht stört. In der zweiten mehren sich die Schüsse und alsbald helfen die beiden dem verletzten Jäger Sean (Jake Busey), den sie ins Zelt retten, während draußen eine Kreatur ihre Runden zieht…

Tatsächlich spielt sich ein Großteil der Handlung im Zelt ab, während die Kreatur eine halbe Stunde lang die Krallen still hält oder mit selbigen einen Baumstamm umfasst.
Das junge Paar, er Musiker und Sanitäter, sie Fotografin, kommt halbwegs sympathisch rüber, während die Rednecks sämtlichen Klischees entsprechen, auf die eigentliche Handlung jedoch keinen Einfluss ausüben, mal abgesehen von Sean, der im Verlauf ein paar Karten auf den imaginären Tisch legt.

Die Dramenanteile verpuffen indes genauso wie die anberaumte Öko-Botschaft, auch wenn es im letzten Drittel ein paar emotionale Einschübe gibt und endlich das olle Zelt verlassen wird.
Das Creature-Design weiß allerdings zu überzeugen, denn die Bedrohung stellt eine Mischung aus Baummensch und Zombie dar und verfehlt zum Finale ihre Wirkung nicht.

Leider geht es bis dahin reichlich eindimensional und zuweilen recht schleppend zu, zumal die Zahl der potentiellen Opfer arg überschaubar bleibt und die wenigen Gewalteinlagen eine lockere FSK16 mit sich bringen. Etwaige Geheimnisse sind entweder völlig aus der Luft gegriffen oder sie sind erst keine, denn das Übergehen einer jungen Frau am Morgen in regelmäßigen Abständen muss wirklich nicht näher durchleuchtet werden.

Da sich im Zelt zu wenig ereignet und Drumherum nur mit vagen Andeutungen gespielt wird, langt es letztlich nicht für einen zufrieden stellenden Beitrag. Zu wenige Konfrontationen, zu wenig Bewegung und insgesamt kaum spannende Momente sorgen für einige Durchhänger, obgleich sich sämtliche Mimen mühen und handwerklich keine größeren Mankos auszumachen sind. Daher nur für Komplettisten, die nahezu alle Bedrohungen des Waldes sammeln.
4 von 10

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