Zwei geniale Wissenschaftler entdecken in Osteuropa eine Substanz, welche die Welt verändern könnte. Da die Arbeit mit dem Zeug extrem gefährlich ist, haben sie außerdem einen via Helm gesteuerten Roboter, den Mandroid, entwickelt. Natürlich kommt es, wie es kommen muß. Einer der beiden Männer fühlt sich hintergangen, will sich seine Errungenschaft mit Gewalt holen, wird im Zuge dessen gräßlich entstellt und sinnt auf grausame Rache...
Akzeptabler Science-Fiction-Action-Mad-Scientist-Mumpitz, vom schwedischen Regisseur Jack Ersgard in Rumänien für Charles Bands Full Moon gedreht. Obwohl der Streifen recht kurz ist (keine achtzig Minuten), fühlt er sich deutlich länger an, da verdammt viel gelabert wird. Außerdem ist das Schauspiel der Akteure und der Aktrice ziemlich durchwachsen (Caldwell ist immerhin angenehmes Eye-Candy) und deren Handlungen sind phasenweise arg bescheuert, was der Glaubwürdigkeit des abstrusen Plots nicht gerade zuträglich ist. Die Spezialeffekte sind jedoch in Ordnung und bewegen sich auf durchschnittlichem B-Movie-Niveau. Der Mandroid ist cool, das Make-Up des entstellten Professors ganz nett, und die zahlreichen Kugeleinschläge im bleihaltigen Finale sorgen für einen zufriedenstellenden Abschluß. Etwas mehr Tempo, Action und Dynamik hätten Mandroid sicherlich gutgetan; auch ein wenig Abwechslung bei den Schauplätzen (das Osteuropa-Setting nutzt sich rasch ab) hätte bestimmt nicht geschadet. Als Bonus gibt es eine belanglose Nebenhandlung um einen Wissenschaftler, der nach einem Unfall langsam unsichtbar wird. Sein Schicksal wird im Film Invisible: The Chronicles of Benjamin Knight aufgegriffen.
Fazit: B-Movie-Fans sollten beim Mandroid zwar auf ihre Kosten kommen, aber Peter Manoogians Eliminators (der hat ebenfalls einen Mandroid an Bord) rockt wesentlich mehr.