Der 20. James Bond sollte etwas Besonderes werden. Mit 142 Millionen Dollar Produktionskosten der teuerste Bond-Film aller Zeiten, schien dieses Ziel auch erreichbar. Doch leider verkommt „Stirb an einem anderen Tag“ trotz toller Darsteller zu einem Effektegewitter, dass nicht nur übertrieben sondern auch komplett unrealistisch ist. Doch trotzdem, Bond ist Kult und so ist auch das zwanzigste Abenteuer des charmanten Agenten ein filmisches Highlight, dass man gesehen haben muss.
Im Grunde ist „Stirb an einem anderen Tag“ mehr ein Hightech-Thriller als ein Actionfilm. Die Story ist klug, bietet unerwartete Wendungen, während die Action zwar wie immer ausreichend vorhanden ist, meist aber aus CGI-Effekten stammt. Cool ist die actionreiche Autoverfolgungsjagd auf dem Eis, ebenso die Idee des Eispalastes. Die Anfangssequenz in Nordkorea mit Explosionen und Schießereien macht Lust auf mehr, leider gibt’s danach fast nur noch Computer-Effekte, die jedoch aller erste Sahne sind. Trotzdem gibt es meiner Meinung nach zu wenig handfestes, die zu vielen Computer-Effekte lassen den Film unrealistisch und überstylt wirken.
Toll jedoch die Darsteller. Pierce Brosnan überzeugt als charmanter, Sprüche klopfender Super-Agent erneut. Schade, dass wir ihn wohl nicht mehr als Bond auf der Leinwand sehen werden. Halle Barry glänzt mehr durch ihr Aussehen und ihre Kampfkünste, macht aber auch eine gute Figur.
Der Soundtrack von Madonna ist ein Knaller wie eigentlich jeder Bond-Song und überzeugt mit harten Beats und coolem Rhythmus. Schnitt und Kamera sind gewohnt gut, auch der trockene britische Humor zündet gut.
Fazit:
“Stirb an einem anderen Tag“ ist ein gelungenes Jubiläum des britischen Spions, dass leider mehr auf Effekte als auf handfeste Action setzt. Die Story ist spannend und hightechorientiert und damit auf der Höhe der Zeit, die Darsteller um Pierce Brosnan liefern souveräne Leistungen ab. Vermissen tut man nur ein bisschen den Charme früherer Filme, Actionfans kommen trotzdem auf ihre Kosten.