Review
von Vril-Mann
Nachdem sich James Bond 14 Monate lang in Nordkorea in Gefangenschaft befand, wird er im Austausch mit einem zwielichtigen Mann namens Zao freigelassen. Doch M traut Bond nicht mehr zu, weiterhin für den britischen Geheimdienst tätig zu sein und so ermittelt er auf eigene Faust weiter, bis er auf einen Diamantenhändler aufmerksam wird, der mit einer unglaublichen technischen Errungenschaft die Weltherrschaft an sich reißen will.
Der 20. Bond-Film kann nur teilweise überzeugen: Zwar wurden vor Allem für die bombastischen Kulissen keine Kosten und Mühen gescheut und anlässlich des Jubiläums zitiert man fleißig die älteren Bond-Filme, doch leider fehlt es den Bösewichten diesmal ein Wenig an Ausstrahlungskraft und auch Pierce Brosnan, der ja nie so locker-humorvoll agierte, wie die früheren Bond-Darsteller, sondern eher als kühler Killer rüberkam, kann in diesem Film nicht glänzen, eher wirkt er schon zu alt für die Rolle. Unterhaltung bietet dieser Actionthriller schon, wenn man das Genre mag, und der isländische Eispalast des Diamantenhändlers Graves beeindruckt durchaus, doch das sympathische Agentenfilm-Flair früherer Exemplare der Reihe konnte leider auch zum Jubiläum nicht zurückgebracht werden. Meiner Meinung nach handelt es sich insgesamt um einen der schwächeren Bond-Filme.