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James Bond ist irgendwie nicht mehr James Bond. Die neueren Filme aus der Schmiede von Barbara Broccoli und Michael G. Wilson können mich nicht mehr so faszinieren wie die älteren Bonds. Sicherlich, Filme von heute müssen sich anpassen, es ist nicht mehr möglich einen Film ohne viel Action, Stunts und aufregende Computereffekte erfolgreich auf die Leinwand zu bringen, schon gar nicht bei James Bond. Aber es ist auch dieses gewisse Etwas, das nahezu alle Bond-Filme hatten, was den neuen Filmen fehlt. Dies liegt meiner Meinung nach nicht an Pierce Brosnan, er macht seine Sache dem Drehbuch entsprechend gewohnt ordentlich, wenn er auch langsam in die Jahre kommt. Dieses „Etwas“ zu beschreiben ist schwer, aber es war genau das was schon damals alle Leute in Ihren Bann zog und die 007-Reihe so erfolgreich machte. Natürlich sind die Bond-Filme auch heute noch erfolgreich, aber ich frage mich wie viel wirkliche Fans die Filme noch so ansprechend finden wie einst. Und wie viele anderen den Film einfach nur sehen, weil er tolle Action bietet.
Der Film ist nicht schlecht, das wollte ich damit nicht sagen, aber Lee Tamahori ist auch hier nur ein weiterer, guter Action Film gelungen, keine „echter“ James Bond. Doch es gibt auch durchaus positives zu berichten: Bond darf wieder ein standgemäßes Fahrzeug fortbewegen: Den Aston Martin Vantage. Die Zeiten sind vorbei, als 007 ein untypisches, bayrisches „Sport“ -Coupé oder eine Luxuslimousine fahren musste, zum Glück.
Halle Barry stiehlt sämtlichen anderen Schauspielern die Schau, so muss eine Bond-Frau aussehen. Die Kulissen und Schauplätze sind gewohnt aufregend von Bond-Altmeister Peter Lamont in Szene gesetzt. Auch John Cleese macht als Nachfolger von „Q“ eine gute Figur. Immerhin: Vergleicht man die 4 letzten 007-Abenteuer miteinander, so ist „Stirb an einem anderen Tag“ erfrischend anders und aufregender als zuvor.

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