Review

In Stirb an einem anderen Tag schlüpft Pierce Brosnan zum vierten und letzten Mal in die Rolle des britischen Spions James Bond und bekommt es dabei mit dem von Toby Stephens verkörperten Millionär und Lebemann Gustav Graves zu tun. 


Der MI6-Agent James Bond wird nach Nordkorea geschickt, weil Colonel Tan-Sun Moon, der Sohn des einflussreichen Generals Moon, der im Westen studiert hat, schmutziger Geschäfte verdächtigt wird. Tan-Sun und der Terrorist Zao tauschen auf einem Militärstützpunkt illegal Waffen gegen Blutdiamanten, die sie in der entmilitarisierten, verminten Zone zwischen Nord- und Südkorea verstecken. Bond gibt sich auf dem Stützpunkt als Diamantenhändler Van Bierk aus, doch Zao und Moon werden durch einen Verräter im Westen über Bonds wahre Identität und seine Mission aufgeklärt. Als sich General Moon, der seinen Sohn ständig kontrolliert, auf dem Stützpunkt ankündigt, ordnet Tan-Sun an, die Waffen verschwinden zu lassen und Bond zu töten. Bond zündet jedoch eine Bombe, die er in dem Koffer mit Diamanten versteckt hatte. Zaos Gesicht wird bei der Explosion durch die umherfliegenden Splitter völlig entstellt. Tao-Sun Moon verlässt den Stützpunkt in einem Luftkissenfahrzeug, Bond verfolgt ihn ebenfalls mit einem solchen Fahrzeug und durchfährt dabei das Minenfeld. Bond gelingt es, das Fahrzeug seines Widersachers zu übernehmen, und er lässt es mitsamt Tan-Sun einen Wasserfall hinabstürzen, wobei es an den Klippen zerschellt. Für General Moon gibt es keinen Zweifel am Tod seines Sohnes. Er nimmt Bond fest und hält ihn vierzehn Monate lang in einem Foltergefängnis gefangen.

Durch Bonds Auftauchen werden die Hardliner in Nordkorea gestärkt und der gemäßigte General Moon geschwächt. Dieser macht den Westen für den moralischen Verfall seines Sohnes verantwortlich und hält Bond für einen Spion, der einen Verbündeten im Westen haben muss. Schließlich wird Bond gegen Zao ausgetauscht, der im Ausland verhaftet worden war, als er versuchte, ein Gipfeltreffen zwischen China und Südkorea zu sabotieren, und chinesische Agenten tötete. Bei dem kurzen Zusammentreffen auf der Brücke ohne Wiederkehr schwören sich Zao und Bond gegenseitig Rache. In Südkorea angekommen, wird Bond betäubt und für Untersuchungen durch den MI6 auf ein britisches Kriegsschiff im Hafen von Hongkong gebracht. M entzieht ihm den Doppelnullstatus und will ihn auf die Falklandinseln abschieben. Sie nimmt ihm übel, dass für seine Befreiung der gefährliche Zao freigelassen werden musste. Außerdem vermutet sie, dass Bond unter der Folter Geheimnisse preisgegeben hat, denn ein amerikanischer Agent in Nordkorea wurde enttarnt und getötet. Um zu verhindern, dass er weiteres verrät, wurde er notgedrungen ausgetauscht. Bond hingegen glaubt, dass dies derselbe Verräter war, der auch ihn enttarnt hatte. Um seinen Ruf wiederherzustellen, flieht Bond und sucht den Verräter und hält dabei Unterstützung von der NSA-Agentin Jinx...

Mit seinen Fulminanten Action - Sequenzen, ein souveräner Hauptdarsteller, einiges an Ironie und zwei starken Frauenfiguren ist der 20te 007 Streifen, welcher vom neuseeländischer Filmregisseur Lee Tamahori inszeniert wurde, ein durchaus würdiger Jubiläumsstreifen. Dazu gibt es einige schöne Anspielungen auf die Bond Historie.

Für Minuspunkte sorgen dagegen die überraschend teils schwachen Spezialeffekte sowie die unabstreitbare Over the Top Inszenierung die den Film gefährlich nahe an die Grenze zur Unglaubwürdigkeit bringen, welche einst zum Beispiel Moonraker zu schaffen machte. Denn auch wenn Glaubwürdigkeit und Logik seit jeher nicht die treuesten Begleiter der 007 Reihe sind, werden in Stirb an einem anderen Tag zu sehr diese außer Acht gelassen.

So gibt es zum Schluss 7 Punkte für den 20ten Bond Einsatz. Aufwendig mit hohem Tempo sowie vielen Schauwerten war es aber spätestens, trotz des großen finanziellen Erfolg des letzten Brosnan Bond, Zeit die legendäre Reihe neu auszurichten. 

Details
Ähnliche Filme