Eine nackte Dame, die gefesselt im Badezimmer hängt, wird von einem Slipknot-Kerl tranchiert...
Die Erzeugnisse von Amateurfilmer El Gore (GHOULS NIGHT OUT, PARAPHILIA) sind sowas von jenseits von Gut und Böse. Hat man mal die Definition von pervers und abartig vergessen, genügt ein kurzer Blick in sein Repertoire. In Teil 7 seiner Fake-Snuff-Reihe wird's nochmal besonders abstoßend. GORE ABORTION – der Name ist Programm. Eine hübsche, junge Frau, ganz nackt in er Dusche angekettet. Sie muss Pipi und darf nicht aufs Klo. Dann wird der Cannibal Corpse Song "Fucked with a Knife" bildlich umgesetzt. Von hinten, von vorne, überall das Messer rein. Komisch, wieso schreit die gar nicht? Dazu Störelemente wie bei einer alten VHS, um ein authentischen Flair zu erzeugen. Dann plötzlich: Hoppla, die war ja schwanger! Hat man ihr gar nicht angesehen, der Dürren.
Sowas als Kunst abzutun, fällt extrem schwer. Ebenso von überhaupt etwas ähnlichem wie Sehvergnügen zu sprechen. Filme dieser Art sind extrem grenzwertig, aus moralischer Sicht völlig indiskutabel und genießen eine ähnliche Daseinsberechtigung wie GESICHTER DES TODES, "Two Guys One Horse" und Videos von Flugzeugabstürzen. Der große Unterschied aber: das hier gezeigte ist nicht echt, weswegen man es mit einer gewissen Distanz betrachten kann. Warum aber etwas so Grausames nachstellen? Ist die Welt nicht schon voll genug von Brutalität? Naja, besser man lebt seine Gewaltphantasien so aus als in echt, oder!?
Die Anthology von Blacklava mit allen Teilen der SNUFF-Saga ist das Beste, was Deutschland in Sachen Fake Snuff hergibt, und bietet den Kurzfilm zusätzlich in einer Clear-Version ohne verfremdende VHS-Elemente.
Fazit:
Nur für die Kränksten der Kranken.