Die Zeit der Wölfe ist nicht ein Horrorfilm aus der Schublade. Vielmehr ist er eine Sammlung aus Traumsequenzen, die sehr schoen in Szene gesetzt sind.
Die kleine Rosaleen ist auf dem besten Weg, Erwachsen zu werden und nun versucht Sie wohl, in Ihren Traeumen Antworten auf die immer mehr werdenden fragen zu finden.
'Ist der Mann ein Wolf und jeder Wolf gleich ein Mann?'.
Nachdem sie aus der Realität des 20. Jahrhunderts in einen Maerchenwald entflieht, der Alice im Wunderland neidisch machen wuerde, stirbt als erstes ihre immerwaehrend missguenstige Schwester durch die Klauen der Woelfe.
Ihre Grossmutter (brilliant: Angela 'Mord ist ihr Hobby' Lansbury) nimmt sich der Kleinen an und weiht Sie in die Gefahren ein, die durch den Wolf im Manne ausgehen.
'Traue niemals Maennern mit zusammengewachsenen Augenbrauen' ist der Tip, den Sie ihrem Schuetzling mit auf den Weg gibt.
Dies und eine Menge wundersame Geschichten ueber Woelfe zerruetten die kleine Rosaleen schliesslich, bis sie auf einen Mann mit zusammengewachsenen Augenbrauen trifft, der all diese Skepsis aus Grossmutter`s Geschichten nicht zu verdienen scheint, auch wenn alle Anzeichen dafuer sprechen.
Rosaleen findet letztendlich die Wahrheit ueber das Frau-sein oder besser Mensch-sein und der Film laesst mit einem bitteren Klirren doch ein zufriedenes Gefuehl in der Magengrube zurueck.
Der Film ist ebenso schnoerkelig und Traumhaft, wie Sleepy Hollow, die Kulissen sind einzigartig und auch der gesamte Film hat etwas, um das ein goldener Rahmen gehoert. Die Figuren sind allesamt markant und passen ins Bild wie gemalt.
Eine Seltenheit, einen solchen Film zu sehen, der auf viele Arten unterhalten und faszinieren kann.
Sicherlich nichts fuer den Gorehound, der nach Horrorkost schnueffelt; aber ein heisser Grog fuer all die jenigen, die einen Gruselfilm suchen oder schon immer mal eine Hommage an die Wahrheiten in Traeumen sehen wollten.
Eine Perle neben viel zu vielen Mainstreamfilmen, sollte man einmal gesehen haben.