Guter Neo-Western! Aber kein Oscar-Kandidat. Sooo toll ist er dann auch nicht. Erzählt wird in zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen die Geschichte zweier Bankräuber und ihrer Motivation und die zweier Rangers mit ihren Kommentaren über die Welt. Das Ende ist vorgezeichnet, dass nicht alle überleben werden, ist von vornherein klar. Eine simple Geschichte also. Was den Reiz des Films ausmacht, sind die lakonischen Kamerafahrten, der Kommentar zur Lage der Nation. "Vor 150 jahren nahmen die Weissen den Indianern ihre Grundstücke weg. Jetzt wird es ihnen von den Banken abgenommen." Und so wie dieses Filmzitat, zeigt der Film, wie all die Farmer um ihr Überleben kämpfen. Diese soziale Komponente macht die Stärke des Films aus. Den Vergleich zum ähnlichen "No Country..." verliert man aber um Längen.
Insgesamt ein ruhiger und langsam erzählter Neowestern, der einen starken Kommentar zur Lage der Nation abgibt. Edel gefilmt und schön bebildert - aber kein Meisterwerk!