Tja, was soll man zur Bettwurst sagen?!
Dietmar trifft Luzi und die beiden lernen sich kennen und lieben. So einfach ist das? Aber hallo!
Rosa von Praunheim schuf einen Film, der im Grunde den Film an sich parodiert. Optisch gesehen ist dieses Machwerk schlichtweg gesagt unter aller Sau:
Die Bilder überstrahlen, das 16mm-Ausgangsmaterial ist furchtbar mitgenommen, die Kamera wackelt, die Kompositionen sind stümperhaft und die Schnitte einfach grauenvoll.
Doch betrachten wir einmal die Schauspieler: einfach nur untalentiert. Luzi Kryn kann man mindestens 40 mal dabei beobachten wie sie ständig in die Kamera schaut. Und Dietmar Kracht? Einige würden ihm gute Schauspielerei attestieren, er scheint sich im Grunde aber selbst zu spielen. Gut ok, die Schauspieler sind schlecht, die Machart des Films katastrophal, dann muss ja wohl die Story gut sein, richtig? Auf keinen Fall!!
Der Film wurde ohne Drehbuch innerhalb von 10 Drehtagen zusammengeschustert. Im Film selbst kann man manchmal Rosa von Praunheim selbst hören, wie er den "Schauspielern" Regieanweisungen gibt.
Was ist es dann was den Film ausmacht ihm eine 8/10-Note zu geben?
Luzi Kryn und Dietmar Kracht. Dietmar ist genau so wie es heute sämtliche Bully Herbigs versuchen nachzumachen: stockschwul. Luzi einfach nur furchtbar hysterisch und dennoch liebevoll. Beide spielen sich einfach selbst und erzeugen zusammen eine Mischung, die es einfach nicht geben kann! Und ich persönlich habe in letzter Zeit selten so dermaßen gelacht als die Floskeln "Bad Dürkheimer Wurstmarkt", "Wasserratte", "etwas romantisch veranlagt", "im Kalender rot anzeichnen" oder "Himmelreich" fielen. Dieser Film ist die Mutter des Trashs! Vielen Dank Rosa!