Ein sehr entspannter Film, der im Grunde so dahinplätschert, unaufgeregt, durch Situativität glänzt und gar niemals so besonders und tiefgründig wirkt, als er es schließlich auf jeden Fall ist. Nix besonderes, so kann man sicherlich denken. Aber dann hat man einfach auch nicht bemerkt, dass all die Begegnungen in diesem mittelmäßigen Leben Patersons, ihn im Grunde zeigen müssten, dass er versackt ist und wohl auf der Insel der verlorenen Seelen wandelt (um den sicherlich als symbolträchtig zu bewertenden Kinobesuch an dieser Stelle heranzuziehen.)
Paterson ist ein durch und durch durchkonstruierter Film und strahlt dabei eine authentisch Natürlichkeit aus, die dies fast schon unerkenntlich kaschiert oder zumindest eher nur unbewusst wahrzunehmen ist. Dies ist so unaufgeregt, dass der Film auch mich erst in seiner gesamten Nachwirkung, richtig richtig stark angemacht hat.(Beim Schreiben und Nachdenken über die Details, packe ich erst jetzt noch 0,5 Punkte in meiner Bewertung drauf.
Als Kind, haben wir wahrlich alle gelernt, dass es 1,2,3 Dimensionen gibt und dann irgendwann von der 4. gehört, der Zeit. ...und irgdenwann erfahren, dass einige sagen es gibt sogar noch die 5., und 6. und gar 7.
Ja und wenn man genau hinsieht, dann möchte (oder kann gar nicht anders) im Grunde eine dieser Dimensionen Paterson ein Spiegel sein (so interpretier ich das jedenfalls), doch Paterson ist gänzlich zu zaghaft und lässt sich stets nur mitziehen, anstatt eigene Impulse zu setzten, dabei und dass sieht man auch ganz deutlich, hat er definitv das Potential zu einem Helden, der auch über seine eigene Zurückhaltung herr sein kann und die Dinge ergründen.
...und diese Idee mit den Situationsspiegeln im Leben, die hat der Jim Jarmusch, dem Leben abgeschaut, denn dass passiert wirklich ständig, aber ist in einer Echtzeitumgebung meist noch schwieriger mitzubekommen, als wenn man entpannt im Sessel einem Paterson dabei zuschaut. Anzunehmen eine bestehende gar unsichtbare Dimension in dieser Welt würde soetwas für uns tut, ja das braucht wohl auch ein wenig mehr Mut und Erkenntnis, als diese im Moment den meisten inne wohnt.
Die Frag ob man nur ein Fisch sein möchte, ist in diesem Sinne wohl tatsächlich eine der wichtigsten, die man sich stellen kann und die deren Negation, in der Lage ist einige mehr Kräfte in den Menschen zur Entfaltung zu bringen sich genauer in der Welt umzusehen und seine Existenz zu hinterfragen.