Review
von Leimbacher-Mario
Hai-l to the King
Im vierten Kapitel der „Sharknado“-Saga kehren die totgeglaubten Stürme mit Biss zurück auf die amerikanische Landkarte - und dieses Mal ist der ganze Kontinent in Gefahr! Und unsere heldenhafte Großfamilie ist mittendrin - mittlerweile mit einer Cyborg-Mutti und Kettensägen in allen Größen, Formen und Farben...
„Sharknado 4“ rollt von Vegas über den mittleren Westen bis nach Chicago, zitiert dabei dreist und fröhlich-frei von „Terminator“ über „Der Zauberer von Oz“ bis „Texas Chainsaw Massacre“ (inklusive genialem Doppel-Chameo). Tara Reid ist nun schon eine Robo-Mami, der kleine Gil ist nun schon fünf und die Shepard-Family wird gefühlt von Film zu Film größer und unübersichtlicher. Aber das kann man verkraften. Schade ist, dass es keinen Auftritt von Nova gibt (sie wird nur für den Part V angeteasert, der dann wohl um die Welt geht). Doch Gastauftritte und Zitate gibt es dennoch noch und nöcher. Fast ist der Film stellenweise schon zu schnell, überdreht und anstrengend. Aber nur fast. Da die Reihe schon immer „absichtlich schlecht und trashig“ war, kann ich ihr nicht wirklich vorwerfen, spätestens hier deutlich aus diesem Sujet zu rutschen. Es wird halt immerwährend versucht sich zu überbieten - aber irgendwann wiederholt sich auch das und fährt gegen eine Wand. Oder nervt gar. Außerdem ist es ärgerlich, dass in Sachen Kills und Härte und Handarbeit nie wirklich eine Schippe draufgelegt und sich eher wiederholt wird. Trotzdem: „The 4th Awakens“ ist ein Hailight in der Reihe und wieder leicht besser, bunter, bizarrer als Teil 3.
Fazit: wohl mein drittliebster Sharknado... überdreht, verrückt, bescheuert. Ein kreuzkrankes Konglomerat aus -nados, Filmzitaten und Nichtigkeiten. „Sharknado 4“ ist weniger reiner Trash denn je (das war die Reihe aber noch nie wirklich) - aber dennoch ein hyperaktiver Partyspass, den man in seinem Größenwahnsinn wohl kaum toppen können wird... oder doch?!