Unholy Ground (2016)
Ein schwedisches Dorf im 18. Jahrhundert: Das scheinbare Idyll wird gestört durch eine Gruppe Soldaten, die plötzlich auftauchen, um ihren schwer verletzten Kameraden vor dem Tod zu bewahren. Trotz anfänglicher Gastfreundschaft bemerken die Ankömmlinge schnell, dass die Dorfbewohner nicht nur stark religiös sind, sondern auch ein dunkles Geheimnis zu verbergen scheinen. Als sich die seltsamen Ereignisse häufen, bleibt der Verdacht unausweichlich: manch Dorfbewohner scheint an einen ganz anderen Gott zu glauben...
Regisseur " Günther Brandl" (Moor-Monster! (2014)) sein neuster Film "Unholy Ground (2016)" lässt sich wohl am ehesten in die Schublade Amateur Okkult-Horror mit einer ordentlichen Portion Sex einsortieren. Auch wenn man in manchen sozialen Medien vereinzelt lass, das sein neuer streifen extrem hart sei, kann man vorwegsagen, das hier etwas übertrieben wurde, was aber nicht heißt, dass es Qualität einbüßen gibt.
Die Story ist tatsächlich interessant und mag man im Amateur Bereich kaum glauben, das diese dramaturgisch sogar richtig durchdacht und aufgebaut wurde. Respekt alleine schon mal hier für. Sogar der eine oder andere Überraschungseffekt, den man auch als kleinen Plot Twist bezeichnen kann, darf man als Zuschauer erleben. Für einen Amateur Film wirklich nicht schlecht.
Die Umsetzung. Hier zeigt sich "Unholy Ground" leider ziemlich durchwachsen. Der Anfang wirkt von der Struktur linear, doch im Mittelteil zieht sich der Streifen leider etwas. Erst zum Ende hin bekommt "Unholy Ground" wieder mehr Fahrt und überzeugt noch mal durch eine ziemlich trashige Sequenz (Höllen Szene), die nicht nur zum Schmunzeln anregt, sondern auch optisch ziemlich interessant aussah. Der Härtegrad ist eher unterdurchschnittlich und kein Vergleich mit z.B. Violent Shit oder älteren Sachen, die vom Splattergehalt derber rüber kamen. Auch die Sex Szenen hielten sich bescheiden, sodass man Gesehenes sowohl beim Gore wie auch beim Sex Faktor nicht von einem kontroversen Film sprechen kann. Da bietet der Markt Härteres. Dieses tut aber wie gesagt keinen großen Einbruch, da dafür mehr Wert auf Story gelegt wurde. Folglich alles richtig gemacht. Zieht man alles zusammen, sind bis auf ein paar Passagen, technisch wie kreativ dem Budget angemessen alles so weit richtig gemacht worden von der Umsetzung. - Subjektiv fand ich den Score etwas unpassend gewählt. Hier hat es aus meiner Sicht, einbüße im Bereich der Atmosphäre gegeben.
Fazit:
Unholy Ground ist klar ein Film, der zielgruppenorientiert den Genre Freund anspricht und begeistern wird. Wer einen ziemlich gut umgesetzten Okkulthorror aus Deutschland sehen will mit etwas Splatter und Sex, der kann hier ruhig einen Blick riskieren.
Bewertung:
5,5 / 10 Punkten.