Inhalt:
Kairo im Sommer 2013. Nach der Revolution von 2011, den ersten freien Wahlen und dem anschließenden Militärputsch befindet sich Ägypten im Chaos. Muslimbrüder und Anhänger des Militärs liefern sich Strassengefechte, zwischen denen die Revolutionäre des Tahrir-Platzes aufgerieben werden. Der Film folgt einer Gruppe von Menschen, die in einem Transportfahrzeug der Polizei eingesperrt sind. Während sie die gewalttätigen Auseinandersetzungen außen hilflos mit ansehen müssen, prallen auch im Inneren des Fahrzeugs die unterschiedlichen politischen Ansichten und Emotionen der Menschen aufeinander. Anhänger der Muslimbrüder und des Militärs, desillusionierte Jugendliche und ganz normale Bürger liefern sich einen ideologischen und handfesten Schlagabtausch.
Meinung:
Ein bemerkenswerter Film. Erst hab ich ja noch gedacht, was gehen die Spasten mich an, mach aus. Aber mit zunehmender Laufzeit war ich drin und drinner. Der Konflikt (der natürlich als Mikroabbild der Situation in Ägypten zu verstehen ist) ist toll verdichtet, mit sehr lebendigen, realistisch anmutenden Charakteren, spannend und nachvollziehbar erzählt und mithin lehrreich. Großartige Kamera auch auf engstem Raum.
Ich glaub, ich hab mal gelesen, dass Steven Spielberg großer Fan ist und den Film nachhaltig empfiehlt. Tu ich auch.