Review

Achtzehn Jahre nach „Oblivion“ (1998) folgte tatsächlich ein weiterer Teil der „Phantasm“-Reihe, wobei dieses Mal nicht Schöpfer Don Coscarelli auf dem Regiestuhl saß. Den Job übernahm David Hartman, der mit Coscarelli zusammen das Skript verfasste und dieses schickt Reggie (Reggie Bannister) weiter durch einen sich nicht von selbst entschlüsselnden Albtraum, der fröhlich die Schauplätze wechselt. Irgendwann habe ich aufgehört, das zusammenpuzzeln zu wollen und so flossen die Szenarien einfach dahin, was das Ganze halbwegs konsumierbar, aber eben auch etwas egal macht.

Vielleicht liegt es aber auch einfach an der wirren Inszenierung, die es gefühlt gar nicht darauf anlegt, hier ein stimmiges Szenario zu entwerfen. Denn die Reihe war schon immer etwas rätselhaft und „Ravager“ macht da keine Ausnahme. Dennoch gibt es ein paar vertraute Zutaten. Reggie landet nicht bei der Dame, die Sphären fliegen umher, die Killer-Jawas schauen grimmig, Angus Scrimm als Tall Man steht in der Gegend herum. Letzterer ist sichtlich nicht in bester Form, es blieb sein letzter Auftritt in der Reihe. Auffällig ist der wenig filmische weil digitale Look, dazu bekommt man viel billig aussehendes CGI präsentiert. Hübsch ist „Ravager“ beileibe nicht. Spannend inszeniert allerdings auch nicht und am Ende hat man sich doch nur wieder im Kreis gedreht. 

„I'm always watching you.“

Auch der bis dato letzte Teil der „Phantasm“-Reihe gibt sich wunderlich, aber das kann die Filmserie immerhin für sich verbuchen. Sie war immer eigen und setzt das auch im bis dato letzten Teil um. Das macht diesen aber nicht einfach konsumierbar, wenn man das Gesehene entschlüsseln will. Oder man lässt es bleiben, lässt sich treiben und bewundert die wenig gelungene Präsentation mit ihrem digitalen Look und den ebensolchen Effekten. Der (vielleicht) Abschluss der Reihe bringt nichts Neues, am Ende ist es mal wieder keines. Die Reihe bleibt sich treu und das über immerhin mehrere Jahrzehnte. Diese Eigenheit mag man ihr anrechnen. Dennoch wirkt sie spätestens hier einfach durch.

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