Review

Auch ich war einst in noch sehr jungen Jahren ein begeisterter "Street Fighter"-Spieler. Von der Verfilmung halte ich ehrlich gesagt auch nicht so viel, weil man es sich mit der Story gänzlich einfach machte ohne große Liebe zum Detail. Heraus kam eine sehr schlampige Handlung und Figuren, die mit dem Videospiel nur sehr wenig am Hut haben. Ich hab so den Eindruck, dass man sich nur über die Namen der Spielfiguren im Klaren war und sie dann sinnlos in die Story, nach zufälliger Einteilung in Gut und Böse, eingefügt hat.

Dhalsim ist im Spiel zum Beispiel ein äußerst gelenkiger Inder. Hier ist er ein Wissenschaftler, der anscheinend überhaupt keine Verbindung zur Spielfigur hat. Ähnlich ist es bei Blanka. Das grüne Vieh hat im Spiel sein zu Hause irgendwo in den Wäldern Brasiliens, wogegen er hier das Licht der Welt nur in Bisons Laboren erblickt. Die anderen Charaktere sind ihren Spielfiguren auch nicht wirklich ähnlich. Absoluter Lacher ist Zangief mit dem Intelligenzquotienten eines Storches.

Die Fights sind choreographisch noch akzeptabel. Immerhin sieht man sogar die Special Moves von Guile. Aber insgesamt betrachtet gibt es für einen Film diesen Titels viel zu wenig Fights.
Die Kulissen, sowie einige Kostüme (besonders die von Bisons Gefolge) sind recht billig. Die musikalischen Klängen reißen auch keinen vom Hocker. Das gleiche gilt für die Schauspieler.
Der Humor hat "Kinderquatsch mit Michael"-Niveau und wird zum Ende hin grausamer Trash.

Das Videospiel ist klasse, der Film nicht. Mit Ach und Krach noch 3/10 Punkten.

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