Inhalt:
China, vor vielen Jahrzehnten. Im Kloster der Shaolin fristet der junge Mann Ta Kung (Chi Kuan Chun) ein eher klägliches Dasein. Er muss niedere Arbeiten verrichten, wird nicht in KungFu ausgebildet, der oberste Mönch Hu Lin (Kuk Wang) ist alt, schwach und krank, und Ta Kung muss die Schikanen der Novizen über sich ergehen lassen.
Mönch Wu Tak (Cliff Ching Ching) tut sich jedoch da besonders hervor, und quält Ta Kung, der ihm die Füße waschen muss.
Hu Lin sendet Ta Kung zu einem alten Freund, der eine KungFu-Kampfschule leitet, sein Name ist Shang King (Leung Kar Yan). Dieser macht aus Ta Kung einen ausgezeichneten KungFu-Kämpfer.
Auch Wu Tak hat das Kloster verlassen, in Wirklichkeit ist er der Verbrecher Chang Yang, der einer Bande vorsteht.
Er und seine Schergen töten Shang King, und Ta Kung will ihn rächen.
In einem Kampf gegen Chang Yang, der auch von einem Polizei-Agenten (Chung Wah) gesucht und schließlich gefunden wird, ist Ta Kung zunächst unterlegen.
Beim "Drunken Master" (Yu Tien-Lung), der noch einen anderen Schüler (Meng Fei) hat, erhält Ta Kung seine endgültige Ausbildung.
Es kommt zum Show-Down gegen Chang Yang und seine Schergen......
Fazit:
Im Jahre 1978 drehte Regisseur Lee Chiu für das Label "Champion Film" in Hongkong, diesen etwas durchschnittlichen KungFu-Actioner von der Stange.
In einer sehr kostengünstig gehaltenen Kulisse, viel Outdoor, in einer sehr nüchternen Atmosphäre konzipierte Lee Chiu eine bis fast zur Hälte des Films beinahe inkohärente, mit vielen albernen Mätzchen und Dusseligkeiten versehen Storyline, die durch einen fast schon bemitleidenswert hilflosen Chi Kuan Chun als "Helden" auch nicht besser wird.
Dann bekommt die Regie noch die Kurve..., Ausbildung und KungFu-Action bestimmen dann den Takt, als hartgesottener Eastern-Fan kann man mit "Ways of Kung Fu" dann noch einigermaßen leben, und die Action hievt das ganze noch auf ein mittleres Niveau.
Zur Gänze kann denn indes dieser Eastern nicht überzeugen, die letzte halbe Stunde erhält das ganze aber dann noch Drive und der letzte Eindruck ist ja immer der Frischeste.
Das beste an "Ways of Kung Fu" ist die KungFu-Action, in der die Protagonisten Chi Kuan Chun, Cliff Ching Ching, Meng Fei und Leung Kar Yan -und das ist wahrhaft keine schlechte Besetzung- ihre Körperbeherrschung ausspielen können. Das kernige Dubbing -das Allerbeste am ganzen Film- untermalt die Action überaus gekonnt, und nur einmal bei einem Kampf Cliff Ching Ching vs Chi Kuan Chun wurde der Geschwindigkeitsreger all zu sehr aufgedreht.
Damit kann aber noch leben. Auch das Ende des Films geht so noch in Ordnung, hätte man anders und besser machen können, aber so schlimm war´s auch nicht.
Die eine Kritik hier kann ich nicht ganz nachvollziehen, klar hat der Film seine Schwächen und bei DEM Cast hatte wohl jeder der sich mit der Materie auskennt auch eine höhere Erwartungshaltung, die der Film nicht so ganz erfüllen konnte. Aber vor allem die für einen Eastern letztendlich wichtigen Sequenzen mit Ausbildung und KungFu-Action waren noch vollauf okay, und rissen die Sache halbwegs noch raus.
1/10 Punkte sollte man da nicht geben, die holländische website kungfufilms.nl gab 7/10 und in der interaktiven Ranking-website ranker.com bei der Liste "Best classic kung fu movies (non Shaw Brothers)" taucht der Film gar in den Top30 auf, soweit würde ich nun wirklich nicht gehen..., aber die 6/10 die ein User auf hkmdb.com gibt, kommen knapp so mE hin.
Die Besetzung kann sich sehen lassen, hat Mühe gegen das mitunter hanebüchene Script in der ersten Hälfte gegen an zu spielen, kann aber in der Action dann brillieren.
Chi Kuan Chun wirkt zunächst hilflos und verloren, dann spielt er seine agilen Fight-Fähigkeiten aus.
Leung Kar Yan ist als bärbeißiger Sifu überzeugend, auch er bringt seine Skills und Körperbeherrschung mit ein.
Cliff Ching Ching ist der Villain mit böser Aura, und auch er fightet ordentlich mit.
Meng Fei spielt den stets besoffenen Schüler eines Drunken-Master-Verschnitts..., was für einen wie ihn eine peinliche Unterforderung ist, dann fightet auch er beherzt mit.
Chung Wah ist als Polizei-Mann Gaststar dieser Produktion, so wie Wu Ma in einer der albernen Szenen in der ersten Hälfte, und die hübsche Wang Pao-Yu als Tochter -im Film- von Leung Kar Yan, ist der weibliche Blickfang.
Wichtigstes ist die KungFu-Action, auch in den Ausbildungssequenzen, die auch wie die Action anziehen, und die Angelegenheit noch rausreißen. Der Drive nimmt dann doch noch Fahrt auf, kann für die schwache erste Hälfte einigermaßen entschädigen.
Die Ausbildungsszenen sind teils gar innovativ, und die KungFu-Action zeigt klassische Techniken und solide bis starke Choreographien, die vom Können Chi Kuan Chuns, Leung Kar Yans, Cliff Ching Chings und dann auch Meng Feis leben.
"Ways of Kung Fu" ist nicht der Easternweisheit letzter Schluss, ist in der ersten Hälfte schwach und am Rande der Zumutung. Dann steigert sich das Ganze, und kann dadurch insgesamt noch durchschnittliches Niveau erreichen. Zu hart sollte man mit diesem Streifen nicht ins Gericht gehen, der aber natürlich eher was für hartgesotten-eingefleischte Eastern-Fans ist.
5,5/10.